Königssee: Rückendeckung für Ladenbesitzer

+
Landrat Grabner unterstützt die Ladenbesitzer

Schönau am Königssee - Landrat Georg Grabner hält ebenso wie die Geschäftsleute das derzeitige Ladenschlussgesetz für nicht mehr zeitgemäß. Der Gesetzgeber sei gefragt.

Berchtesgadener Land. Zu einem Gespräch wegen der Probleme mit den Ladenöffnungszeiten an Sonntagen trafen sich gestern auf Einladung von Landrat Georg Grabner Vertreter der Ladenbesitzer an der Seestraße am Königssee, MdL Roland Richter sowie Bürgermeister Stefan Kurz im Landratsamt in Bad Reichenhall. Dabei waren sich Unternehmer und Politiker im Endergebnis darüber einig, dass für Tourismusregionen die aktuell geltenden Vorgaben des Ladenschlussgesetzes nicht mehr zeitgemäß sind. Landrat Grabner und MdL Richter wollen sich daher für eine entsprechende Änderung politisch einsetzen.

Grabner: Gesetz braucht dringende Aktualisierung

Lesen Sie auch:

Erneute Überprüfung der Öffnungszeiten

Seestraße: Ein neues Gesetz muss her

Landrat will mit Geschäftinhabern reden

"28 von 30 Läden müssen schließen"

Die fünf Vertreter der Königsseer Ladenbesitzer erläuterten ihre Anliegen bzgl. der „sonntäglichen Verkaufsverbote am Königssee“ noch einmal ausführlich und baten um politische Unterstützung für eine Änderung der gesetzlichen Regelungen. Dabei betonten sie, dass sich ihre Kritik nicht gegen das Landratsamt richtet, das geltendes Recht zu vollziehen hat, sondern konkret gegen das durch das Ladenschlussgesetz speziell aufgelistete Warensortiment, das an Sonn- und Feiertagen in bestimmten Tourismusorten Bayerns verkauft werden darf. „Dieses im Gesetz aus dem Jahr 1953 aufgeführte Warensortiment entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen von Gästen eines Ausflugsziels und bedarf daher einer dringenden Aktualisierung,“ stimmten Grabner, Richter und Kurz mit den Händlern überein.

Daher sagten sie den Unternehmern im Rahmen ihrer politischen Möglichkeiten Unterstützung in ihrem Anliegen zu. MdL Richter wird sich dafür in seiner Landtagsfraktion stark machen. Landrat Grabner wird sich an die zuständige Staatsministerin Christine Hadertauer, den Bayerischen Landtag und an den Präsidenten des Bayerischen Landkreistages, Landrat Dr. Jakob Kreidl wenden und sie auffordern, in einem bayerischen Ladenschlussgesetz das Warensortiment, das in namentlich aufgeführten Tourismusorten sonntags verkauft werden darf, abzuändern bzw. zu ergänzen.

Warum Badesachen, aber kein Regenschutz?

Es sei einfach nicht nachzuvollziehen, dass zum Beispiel Badesachen, aber kein kaputter Bergschuh ersetzt oder kein Regenschutz für Wanderer verkauft werden darf, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Um diese Situation zu verändern, sei eindeutig der Gesetzgeber gefragt. „Wir Kommunalpolitiker werden den Verfahrensprozess einer Gesetzesänderung anschieben und auch versuchen, andere oberbayerische Landkreise, die in einer ähnlichen Situation sind, einzubinden“, betonte Landrat Grabner abschließend.

Die Ladenbesitzer zeigten sich am Ende des Gesprächs mit dem Ergebnis zufrieden. Um die Aktivitäten der Politiker zu unterstützen, werden sie die Ergebnisse bereits durchgeführter Unterschriftensammlungen fortführen und an die Politiker weiterleiten.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser