Hubschrauber durfte nicht fliegen

Nebeldecke öffnete sich: Verletzter endlich in Klinik

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Schönau am Königssee - Von Montagabend bis zum Dienstagvormittag lief eine aufwändige Rettung eines schwer am Kopf verletzten Mannes (51). Nebel, Starkregen und Dunkelheit behinderten diese.

UPDATE 11.33 Uhr: Christoph 14 konnte landen

Am Dienstagvormittag gegen 10.30 Uhr hat sich die Nebeldecke so weit geöffnet, dass der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ in rund 900 Metern Höhe unterhalb der Wolkenschicht ins Tal südöstlich der Fischunkelalm am Obersee fliegen, dort landen und den verletzten 51-Jährigen von der Bergwacht übernehmen konnte. Der Mann wird zum Klinikum Traunstein geflogen.

Die Einsatzkräfte steigen zu Fuß weiter ab, bringen die umfangreiche Ausrüstung an den Obersee und werden aktuell von der BRK-Wasserwacht über den Obersee und den Königsee per Boot zurück zur Seelände gebra

Erstmeldung

Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden sind seit Montagabend um 22 Uhr auf einer sehr aufwendigen Rettungsmission unterwegs, um einen 51-jährigen Mann mit einer schweren Kopfverletzung von der Wasseralm (1.423 Meter) in der Röth (Talkessel zwischen Hagengebirge und Steinernem Meer) notärztlich zu versorgen und ins Tal zu bringen.

Der Mann war vor der Alm gestürzt und dann immer wieder bewusstlos geworden. Die Dunkelheit, Dauerregen und Nebel mit Sichtweiten bis maximal 20 Metern machten während der Nachtstunden, trotz der Dringlichkeit, einen Abtransport per Hubschrauber unmöglich.

Die Wasseralm in der Röth ist nur aus der Luft und zu Fuß über mehrere, stundenlange Anstiege erreichbar. Als gegen 22 Uhr der Notruf bei der Leitstelle Traunstein einging, schickte der Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden sofort zwei Rettungsteams los, wobei eine Gruppe bis zum Ende der Forststraße an der Gotzenalm fuhr und dann weiter zu Fuß in Richtung Röth aufbrach und die zweite Gruppe mit dem nachtfahrtauglichen Rettungsboot der BRK-Wasserwacht (Radar, beheizbare Kabine, LED-Suchscheinwerfer) über den Königssee nach Salet gebracht wurde und von dort aus in Richtung Wasseralm aufstieg.

Gleichzeitig versuchte die Leitstelle einen nachtflugtauglichen Hubschrauber zum Unfallort zu schicken. Aufgrund von Nebel und Regen mit Sichtweiten von maximal 20 Metern war aber kein Anflug möglich.

Trotz der schwierigen Verhältnisse mit Dauerregen und Nebel trafen die ersten Retter bereits gegen 0.25 Uhr beim Verletzten ein, gegen 1 Uhr dann auch der Bergwacht-Notarzt.

Die Einsatzkräfte versorgten den Patienten auf der Alm und begannen am Dienstagmorgen gegen 5 Uhr mit dem bodengebundenen Abtransport in Richtung Landtalsteig und Salet, da weiterhin wegen Regen und Nebel kein Hubschrauberflug möglich war. Der Weg dorthin ist lang und beinhaltet mehrere steile Abschnitte, an denen die Trage mit Abseilstellen gesichert werden muss.

Eine dritte Mannschaft mit personeller Unterstützung der Bergwacht Ramsau wurde von der BRK-Wasserwacht nach Salet gebracht und ging ihnen entgegen, um sie beim Transport der Trage abzulösen. Aktuell ist geplant, den 51-Jährigen am Vormittag von Salet aus per Rettungsboot über den Königssee zur Seelände und dann per Rettungswagen ins Krankenhaus zu bringen. 

Derzeit sind 19 Bergretter und sechs Wasserretter im Einsatz. Neben zwei Rettungsbooten der BRK-Wasserwacht am Königssee können die Einsatzkräfte auch das Boot des Jägers am Obersee nutzen, um schneller voranzukommen.

Quelle: Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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