Rosenheim

So schön wie noch nie

Gelb, rot, lila, blau, Narzissen, Tulpen, Hyazinthen: So schön wie in diesem Jahr war der Blumenschmuck in der Stadt noch nie. Die Stadtgärtnerei legt sich mächtig ins Zeug. Und dabei ist noch gar keine Landesgartenschau.

"Es hat natürlich auch mit der Landesgartenschau zu tun", bekennt Stadtgartenmeister Markus Sterzl. Zum Großereignis im nächsten Jahr soll nicht nur das Gartenschaugelände die Besucher begeistern. Auch der Blumenschmuck in der Stadt soll ein Fest für die Augen werden. Damit das zum richtigen Zeitpunkt auch so ist, hat die Stadtgärtnerei schon vor zwei bis drei Jahren mit einem Pflanzkonzept begonnen, das vor allem auch die Wege berücksichtigt, die die Gartenschaubesucher möglicherweise zu Fuß zurücklegen. Selbst in der Bahnhofstraße, wo nicht viel Platz dafür ist, wurden schmale, bunte Pflanzbänder angelegt. In der Heilig-Geist-Straße leuchten in diesem Jahr knallrote Tulpen, eine wahre Pracht.


Besonders deutlich zu sehen sind die gärtnerischen Anstrengungen am Brückenberg. Dort, wo in den letzten Jahren eher tristes Gestrüpp die Überhand gewann, grüßten in diesem Jahr Hunderte knallgelbe Narzissen die Autofahrer. An dieser Stelle ist es allerdings besonders schwierig, die Beete zu pflegen. "Gestalten Sie mal ein Beet im Salztrog", beschreibt Sterzl das Problem. Am Brückenberg wird im Winter aus Sicherheitsgründen viel Salz gestreut, und das mögen selbst die robustesten Blumenzwiebeln nicht. Deshalb muss am Brückenberg immer wieder neu gepflanzt werden.

Verschönerung vor zehn Jahren begonnen

An allen anderen Stellen in der Stadt lässt sich das Pflanzkonzept einfacher umsetzen. Zwischen farbenfrohe Stauden haben die Gärtner im Herbst Zwiebeln gesetzt, aus denen nun Narzissen, Tulpen und Hyazinthen gesprossen sind. Zwar sind viele dieser Blumen schon verwelkt, und die anderen werden es ihnen den nächsten Tagen gleichtun. Doch dann, so tröstet Markus Sterzl die Blumenfreunde, kommen schon bald die Sommerblüten wie Phlox und Steinkraut.


Die Landesgartenschau, so sagt der Stadtgartenmeister, sei natürlich wichtig. Aber im Prinzip habe der Prozess der gärtnerischen Stadtverschönerung schon vor zehn Jahren begonnen. Ziel des Konzepts ist es, dass immer etwas Blühendes im Beet steht. Das lasse sich bei manchen Pflanzen auch durch Tricks erreichen. Wer etwa Salbei oder Rittersporn rechtzeitig abschneidet, provoziert ein zweites Blühen im Jahr.

5000 bis 7000 Euro für Blumenzwiebeln

Als besonders dankbare Pflanze verwenden die Stadtgärtner - passend zum Namen der Stadt - Rosen, und zwar immer mehr Bodendeckerrosen. Der Fachmann weiß, dass in diesem Bereich immer bessere Sorten gezüchtet werden, resistent gegen Mehltau und Läuse und deshalb gut einsetzbar.

5000 bis 7000 Euro gibt die Stadt in jedem Jahr aus, um neue Blumenzwiebeln zu kaufen. Ob dies auch in Zukunft so sein wird, wenn die Landesgartenschau der Vergangenheit angehört, hänge von den Haushaltsmitteln ab, sagt Sterzl: "Wir würden uns aber mit den Bürgern sehr darüber freuen. Wir selbst genießen das bunte Bild aber auch sehr. Weshalb wird man denn Gärtner? Aus Leidenschaft!"

Quelle: rosenheim24.de

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