Schon acht Fälle in zehn Tagen

Feuerteufel hält Münchner Feuerwehr in Atem

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München - Insgesamt acht Waldbrände in und um München zählte die Polizei in den vergangenen Tagen. Die Beamten glauben: Die Brände wurden absichtlich gelegt. Deshalb sucht die Polizei nun nach Zeugen.

Erst am Samstag sind rund 20.000 Quadratmeter Mischwald im Lohholz an der B 471 zwischen Grasbrunn und Keferloh dem Feuerteufel zum Opfer gefallen, so unser Partnerportal merkur.de. Am Montag gegen 13 Uhr schlugen Passanten erneut Alarm bei der Feuerwehr. Sie sahen Rauch im Wald nahe der selben Stelle, an der es am Samstag gebrannt hatte. 60 Feuerwehrleute der Wehren aus Grasbrunn, Harthausen, Ottobrunn und Haar rückten aus. Wieder war stand ein Teil des Jungwaldes in Flammen. 

Diesmal sind knapp 11.000 Quadratmeter zerstört worden. Obwohl die Feuerwehr den Brand schnell innerhalb einer Stunde unter Kontrolle hatte. Der Edelweiß-Hubschrauber der Polizei lieferte dabei Unterstützung aus der Luft und koordinierte die Löscharbeiten. Gleichzeitig fahndeten die Beamten nach verdächtigen Personen. Die Suche blieb allerdings erfolglos.

Die Polizei geht davon aus, dass auch dieser Brand auf das Konto des Feuerteufels geht, der seit Anfang April zwischen Perlach, Trudering und Landkreis München sein Unwesen treibt.

Weitere Brände seit Anfang April:

Fall 1:

Samstag, 1. April, 11.50 Uhr, Rauchentwicklung im Wald an der Putzbrunner Straße. Es handelte sich um einen Waldbodenbrand im Bereich einer Neuanpflanzung hinter dem Sportplatz, welcher durch die Feuerwehr gelöscht werden konnte.

Fall 2:

Sonntag, 2. April, gegen 12.40 Uhr, meldete die Feuerwehr, dass auf der Putzbrunner Straße Rauchschwaden und Brandgeruch festgestellt wurden. Nach längerer Absuche konnte die Brandstelle im Wald mittig zwischen der Gerstäckerstraße und der Putzbrunner Straße gefunden werden. Der Brand, der rund 1000 Quadratmeter Waldfläche umfasste, konnte durch die Feuerwehr gelöscht werden.

Fall 3:

Samstag, 8. April, gegen 12 Uhr, brannte im Bereich Grasbrunn eine Freifläche von rund 20.000 Quadratmetern mit hohem trockenem Gras und eine junge Anpflanzung von Lerchen. Dieser Brand konnte durch die Feuerwehr gelöscht werden und es entstand ein Schaden von etwa 10.000 Euro.

Fall 4:

Samstag, 8. April, gegen 12.30 Uhr, brannten im Bereich des Oedenstockacher Gangsteigs in Perlach rund 10.000 Quadratmeter einer Junganpflanzung. Der Schaden beläuft sich hier auf rund 5000 Euro.

Fall 5:

Samstag, 8. April, gegen 19.45 Uhr, stand eine etwa zehn Quadratmeter große kreisförmige Waldfläche an der Schwedensteinstraße in Perlach in Brand. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr hatten sich bereits 120 Quadratmeter Waldboden in Brand gesetzt und mussten gelöscht werden.

Fall 6:

Sonntag, 9. April, gegen 11.50 Uhr, brannte ein Waldstück im Bereich der Putzbrunner Straße / Im Gefilde in München auf einer Fläche von rund zwei Fußballfeldern. Auch dieser Brand konnte durch die Feuerwehr gelöscht werden.

Fall 7:

Sonntag, 9. April, gegen 16.30 Uhr, brannte am Alexisweg in München eine Wald- und Wiesenfläche von rund 200 Quadratmetern. Die Feuerwehr konnte auch diesen Brand löschen.

Zeugen gesucht

Das Kriminalkommissariat 13 (Brandfahndung) hat die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Waldflächen vorsätzlich angezündet wurden. Die Polizei fragt deshalb: Wer hat im angegebenen Zeitraum in den oben genannten Waldgebieten Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesen Bränden stehen könnten? Personen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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