Zwei Mädchen überfahren

Tödlicher Schulwegunfall in Reischach: Anklage gegen Unfallfahrerin erhoben

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An dieser Straße wurden im Februar zwei Schülerinnen von einem Auto angefahren und tödlich verletzt.
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Altötting/Reischach - Ein halbes Jahr nach dem schrecklichen Unfall in Reischach, bei dem zwei Mädchen tödlich verletzt wurden, erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Unfallfahrerin.

Der 30-Jährigen werde fahrlässige Tötung in zwei Fällen vorgeworfen. Man habe laut pnp.de Anklage am Amtsgericht Altötting erhoben. Einige Sachverhalte müssten noch geprüft werden, so liege ein möglicher  Verhandlungstermin noch in weiter Ferne. 

Laut dem Anwalt der Unfallfahrerin habe seine Mandantin keine Chance gehabt, den Tod der Mädchen zu verhindern. Laut Gutachten sei sie nur 75 bei erlaubten 100 km/h gefahren - 50 hätten es sein müssen, um rechtzeitig zum Stehen zu kommen.

Tragischer Schulwegunfall

Am 23. Februar ereignete sich der schwere Schulwegunfall. Auf Höhe des Weilers Petzlberg waren die zwei Schülerinnen aus einem Omnibus ausgestiegen, der auf dem Weg von Reischach in Richtung Perach die dortige Haltestelle anfuhr.

Die beiden passierten das Heck des bereits wieder angefahrenen Fahrzeuges und wurden dabei von einem Auto erfasst, das von einer 30-jährigen Frau aus dem Landkreis in Richtung Reischach gelenkt wurde. Durch die Kollision erlitten die Mädchen schwerste Verletzung, an denen sie in der Folge in Kliniken in der Region verstarben. Eine weitere Schülerin erlitt einen Schock.

Ganze Gemeinde stand unter Schock

Auch die Gemeinde nahm Anteil an dem tragischen Unglück. Trauerbeflaggung wehte in Reischach nach dem tödlichen Unfall. "Wir stehen unter Schock", erklärte Bürgermeister Alfred Stockner im Februar. "Wir trauern mit den Eltern und Angehörigen."

Rund sechs Wochen nach dem tödlichen Unfall in Reischach wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft in Traunstein übergeben. Die polizeilichen Ermittlungen standen im April kurz vor ihrem Abschluss. Im Zuge der Ermittlungen sollte auch geklärt werden, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Zentrale Frage war dabei auch, ob die Autofahrerin sich falsch verhalten hat. Nachdem das Gutachten, die Arbeit des Staatsanwaltes und eventuelle Nachermittlungen abgeschlossen sind, wurde nun entschieden, dass es in dem Fall zur Anklage gegen die Unfallfahrerin kommen wird.

Quelle: innsalzach24.de

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