Polizei muss einschreiten

Münchner (32) schlägt und würgt seine Mutter (63)

Schwabing - Ein Sohn (32) schlägt und würgt seine Mutter (63) bis zur Bewusstlosigkeit. Schlimmeres konnte ein Nachbar verhindern. Es stellte sich heraus, dass der Sohn geistig verwirrt ist.

Am Freitag, gegen 7.45 Uhr kam es zu einem Polizeinsatz, da ein Hausmitbewohner eines Anwesens in München-Schwabing über Polizeinotruf mitteilte, dass ein Sohn seine Mutter geschlagen und gewürgt habe, sowie nur durch Eingreifen eines Nachbarn vom weiteren Handeln abgehalten werden konnte. 

Die verletzte Mutter würde ärztliche Hilfe benötigen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass die 63-jährige spätere Geschädigte ihren 32-jährigen Sohn am Morgen des 07.04.2017 besuchte. Hierbei erfolgten von Seiten des Sohnes unmittelbar Tätlichkeiten

Sohn schlägt und würgt seine Mutter

Dabei kam die Geschädigte zu Boden und der 32-jährige Tatverdächtige würgte sie im weiteren Verlauf bis zur Bewusstlosigkeit und drückte ihr währenddessen eine Plastiktüte auf das Gesicht. Ein durch Hilferufe aufmerksam gewordener Besucher eines Nachbarn stieg von Balkon zu Balkon (1. Stock) in die Tatwohnung ein, zerrte den 32jährigen von der Geschädigten und sperrte ihn auf den Balkon aus

Die Geschädigte kam mit Gesichts- und Kopfverletzungen zur weiteren Behandlung in ein Münchner Krankenhaus, konnte dies jedoch zwischenzeitlich wieder verlassen. Lebensgefahr besteht derzeit nicht. Der Tatverdächtige konnte - nachdem er zunächst den Balkon nicht mehr verlassen wollte - durch uniformierte Kräfte der zuständigen Polizeisinspektion 13 (Schwabing) festgenommen werden. 

Psychische Erkrankung des Sohnes

Bei den Ermittlungen ergaben sich Anhaltspunkte, dass die Tat im Zusammenhang mit einer zurückliegend bereits attestierten psychischen Erkrankung des Tatverdächtigen stehen dürfte, weshalb auch eine entsprechende Begutachtung durch die Staatsanwaltschaft München I in Auftrag gegeben wurde. Eine Vernehmung des Tatverdächtigen durch Beamte der Mordkommission München musste abgebrochen werden. Auch wollte der unter Betreuung stehende Tatverdächtige keine Angaben machen

Die Staatsanwaltschaft München I beantragte einen Unterbringungsbefehl wegen versuchten Mordes, den der zuständige Ermittlungsrichter heute Nachmittag erlassen hat. Die Ermittlungen führt die Mordkommission München.

Pressebericht Polizeipräsidium München

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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