Schwächeanfall! Sorge um Willy Heide

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Willy Heide (91) vor seiner Bräurosl

München - Riesen-Schreck für Willy Heide (91) am Sonntag vor einer Woche: Plötzlich bekam er kaum mehr Luft und musste ins Krankenhaus. Familie und Freunde sind in Sorge um die Wirte-Legende.

Nach einem Anruf beim Hausarzt kommt er ins Pasinger Krankenhaus, dort erhält er ­Sauerstoff. Ein Schwächeanfall – Familie und Freunde sind in Sorge um die Wirte-Legende.

„Sein Körper ist mit fast 92 Jahren einfach geschwächt“, sagt sein Sohn Georg Heide (57) zur tz. Mittlerweile sei sein Vater ­wieder wohlauf zurück in seinem Heim gleich hinter seiner Gaststätte Heide Volm in Planegg. „Es geht ihm wieder gut. Leider ist mein Vater auf Gehwagerl und Rollstuhl angewiesen. Er bewegt sich nur noch wenig, liegt die meiste Zeit im Bett – das schwächt auch die Lunge.“ Deshalb die Anweisung seiner Ärzte: mehr Bewegung!

Für den agilen Wirt, der über 50 Jahre die Bräurosl auf der Wiesn geleitet und dort als Sprecher aktiv war und den Rest des Jahres alles für den Familien­betrieb im Münchner Südwesten gegeben hat, sollte das kein Problem sein. „Er vermisst seine Gäste. Aber es ist ihm unangenehm, mit dem Rollstuhl in die Gaststätte oder auf die Straße zu fahren“, erklärt sein Sohn. Und das, obwohl Willy Heide gegenüber der tz anlässlich seines 90. Geburtstag gesagt hatte: „Allein in der Wohnung – da würd’ ich narrisch werden.“

Zumindest allein ist der gesellige Mann selten. „Er empfängt oft Besuch daheim“, sagt der Junior. Dann gäbe es mal a Glaserl, und es werde meist viel gelacht. „Nein, seinen Humor verliert mein Vater nicht. Er ist auch geistig noch topfit. Eigentlich können wir uns alle ja glücklich schätzen, dass er nach so vielen Jahren mit so viel Arbeit – er hat teils 16 Stunden am Tag gearbeitet – überhaupt noch so gesund ist …“

Der kleine Mann (1,54 Meter) ist zäh. Was hat er nicht schon alles erlebt: Als Soldat war er beim Russlandfeldzug und in Südfrankreich im Einsatz, in Libyen kam er in Kriegsgefangenschaft. Er machte die Heide Volm und die Bräurosl groß. 1985 „der Schicksalsschlag meines Lebens“, wie er selbst sagt: der Tod seiner geliebten Frau Fanny.

„Wir müssen damit rechnen, dass jetzt öfter etwas gesundheitliches bei meinem Vater kommt“, sagt sein Sohn. Auch zu seiner geliebten Wiesn werde er wohl heuer nicht kommen können. „Es kann jederzeit vorbei sein. Aber mein Vater ist immer für Überraschungen gut: Vielleicht wird er auch noch viel älter …“

nba

Quelle: Oktoberfest live

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