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Unglücksursache unklar

Kampfjet nach Start-Manöver bei Madrid abgestürzt - Pilot tot

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Drama in der Riesending-Schachthöhle am Untersberg:

Höhlendrama: Arzt erreicht verletzten Forscher

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Der verunglückte Höhlenforscher Johann W.
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  • Martin Weidner
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Marktschellenberg - Die Rettung des durch einen Steinschlag schwer verletzten Forschers ist weiter ein logistischer Kraftakt. Am Abend hat erstmals ein Arzt den Patienten erreicht.

UPDATE, 20.30 Uhr

Um 17.25 Uhr hat die Information via Cave Link die Einsatzleitung erreicht, dass das Team aus drei italienischen Kräften und einem österreichischen Arzt schneller als erhofft beim Patienten eingetroffen ist. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt im Einsatzablauf erreicht. Oberste Priorität hat nun die medizinische Versorgung des Patienten. 

Parallel arbeiten die weiteren Kräfte in der Höhle an der Infrastruktur zum Transport von Patient, Einsatzkräften und Material. Es wird damit gerechnet, dass auch das zweite italienische Team mit eigenem Arzt zeitnah zur Einsatzstelle vordringen kann.

Die angekündigten Wärmegewitter, welche von der Einsatzleitung ständig bei der Entscheidungsfindung beobachtet werden, stellen für die Höhlenretter keine direkte Gefahr dar. Den Experten liegen detaillierte Informationen über die Wasserführung in der Höhle vor. So können auch bei Gewitter die entsprechenden Rückzugsräume aufgesucht werden. Der Aufenthaltsort des Patienten ist nicht gefährdet. Das Schweizer Team, welches sich im Aufstieg befindet hat sich aktuell im Bereich vom Biwak 1 in eine solche Schutzzone zurückgezogen.

Im weiteren Verlauf wird zusätzliches Material für die medizinische Versorgung sowie den Transport in die Höhle gebracht. Dabei kommen wieder internationale Spezialisten zum Einsatz. Ziel ist es, den Patienten, sobald er vom Ärzteteam für transportfähig befunden wird, zum Biwak 5 zu transportieren.

UPDATE, 19.45 Uhr

Gut drei Tage nach Unglück in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden hat erstmals ein Arzt den schwer verletzten Höhlenforscher Johann W. in 1000 Metern Tiefe erreicht. „Der österreichische Arzt und die Italiener haben den Patienten erreicht“, hieß es in einer Textnachricht, den die Helfer über das eigens installierte Funksystem aus der Tiefe an die Rettungskräfte draußen absetzten. 

Ob auch der italienische Arzt schon beim Verunglückten ist, sei unklar, sagte der stellvertretende Chef der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider, am Mittwochabend.

Der Arzt muss nach der medizinischen Versorgung entscheiden, ob der Verletzte transportfähig ist, und wie er nach oben gebracht werden soll. Neue Nachrichten werde es erst am Donnerstagmorgen geben, sagte Schneider weiter.

Das Video von der PK am Mittwoch:

UPDATE, 15.35 Uhr

Neurochirurg Michael Petermeyer, der extra für den Einsatz nach Berchtesgaden gereist ist, will notfalls selbst in die Höhle steigen und den verletzten Bergforscher Johann W. in 1000 Metern Tiefe operieren. Das gab Petermeyer im Rahmen der Pressekonferenz am Nachmittag bekannt.

UPDATE, 15 Uhr

Am Mittag haben zwei italienische Gruppen die Höhle gegen 12 Uhr wieder verlassen. Ihre Aufgabe bestand vor allem darin, die Sicherheit und Beweglichkeit innerhalb der Höhle, vor allem im Einstiegsschacht, zu verbessern. Außerdem installierten die Italiener in den senkrechten Abschnitten neue Seilverbindungen und kümmerten sich um den Steinschlagschutz. Zudem verbesserten sie auch die Trittsicherheit an den Biwak-Plätzen. Das erklärte der stellvertretende Chef der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider, bei einer Pressekonferenz am frühen Nachmittag.

Hintergründe zum Unglück in der "Riesending"-Höhle

Der österreichische Arzt befindet sich derzeit in Biwak 3. Dort macht der Mann derzeit Pause. Vor kurzem ist an dieser Stelle auch ein weiterer Arzt zusammen mit einem Rettungsteam aus Italien eingetroffen. Die beiden Ärzte sollen demnächst mit den Italienern zusammen weiter in Richtung des Patienten absteigen. An der Oberfläche ist unterdessen ein weiteres Team aus Österreich eingetroffen, das sich derzeit auf den Einstieg in die Höhle vorbereitet.

Auf der Pressekonferenz äußerte sich außerdem Dr. Michael Petermeyer, ein Arzt aus Frankfurt, der ebenfalls noch in die Höhle einsteigen könnte, über den vermeintlichen Gesundheitszustand des Patienten. Nach derzeitigen Erkenntnissen sei Johann W. wohl „über das Schlimmste hinaus“. Man geht derzeit von einem Schädel-Hirn-Trauma aus, eine Verletzung wie sie auch Michael Schumacher bei seinem Ski-Unfall erlitten hat. Allerdings sind die Verletzungen von Johann W. vermutlich nicht so schlimm wie beim ehemaligen Formel 1-Piloten. „Eine Hirnschwellung ist zwei bis drei Tage nach dem Unfall normalerweise am schlimmsten. Über diesen Zeitpunkt sind wir bereits hinaus“, so der Arzt.

ÜBUNG: Höhlenrettung in der großen Spielberghöhle:

An der Oberfläche wird derweil alles Wichtige für die Rettung weiter vorbereitet. So hat man sich nun umfangreiche Wetterinformationen, unter anderem vom Salzburger Flugwetter und der ZAMG, eingeholt. Demnach können am Mittwoch im Einstiegsbereich der Höhle Wärmegewitter niedergehen. In den nächsten Tagen rechne man mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent, allerdings mit keinem Dauerregen. Außerdem hätten die Rettungsteams bereits genügend Rückzugsräume innerhalb der Höhle geschaffen, so Schneider auf der Pressekonferenz.

UPDATE, 12.50 Uhr

Eine italienische Gruppe mit einem weiteren Arzt sei in die Höhle eingestiegen und soll bis zum Biwak 3 aufschließen, so der stellvertretende Chef der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider. Die Höhle sei extrem schwierig. „Für mich ist das die absolute Ausnahme, wenn da einer runterkommt!“ Zunächst hatten die Helfer gehofft, dass ein Mediziner den Verletzten gegen Mitternacht erreichen könnte.

UPDATE, 12.15 Uhr

Ein Bild vom Einstieg in die Riesending-Höhle.

Die Rettungsaktion in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden ist am Mittwoch offenbar ins Stocken geraten. Ein Team mit einem Arzt konnte noch nicht zu dem schwer verletzten Höhlenforscher in 1000 Metern Tiefe vordringen. Der Mediziner und seine drei Begleiter seien in Biwak 3 etwa auf halber Höhe, sagte der stellvertretende Chef der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider, am Mittwochvormittag. Die Gruppe müsse ausruhen und komme derzeit nicht weiter.

Die ärztliche Untersuchung des Forschers sei äußerst wichtig und ein „Meilenstein“ im Verlauf der Rettung, so Schneider. Nach der Untersuchung sei möglicherweise klarer, wann und wie der Aufstieg mit dem Verletzten in Angriff genommen werden könne.

Medienandrang am Untersberg:

Medienandrang am Untersberg

Momentan scheint der Zustand des Mannes unverändert stabil zu sein. Mit Hilfe soll er stehen und ein paar kleine Schritte machen können. Eine Rettung des verunglückten Höhlenforschers ist nur möglich, wenn er selbst mithelfen kann. Eine liegende Rettung ist quasi unmöglich, da im Aufstieg winzig enge Passagen überwunden werden müssen.

Pressemitteilung des BRK-BGL, 11.30 Uhr

Die Rettungsarbeiten in der Riesending-Schachthöhle am Untersberg laufen auf Hochtouren weiter: Aktuell steht die weitere medizinische Versorgung und Stabilisierung des Verunglückten im Vordergrund; der Höhlenforscher wird Passagen aus eigener Kraft bewältigen müssen, da ein liegender Abtransport mit der Höhlentrage aufgrund einiger Engstellen nicht durchgehend möglich ist.

Neue Bilder von der Rettungsaktion:

Höhlenrettung am Untersberg

Mittlerweile ist auch die Infrastruktur in der Höhle relativ gut ausgebaut: Die Einsatzkräfte haben mehere Biwaks mit Trinkwasser, Verpflegung und Schlafsäcken eingerichtet und weiter ausgebaut, sichern die bestehenden Seileinbauten der Höhlenforscher zusätzlich mit neuen Bohrhaken und Seilen redundant ab, erneuern alte Seile und betreiben eine Versorgungskette mit Personal und Material in den Berg.

Das internationale Team aus Deutschen, Österreichern, Schweizern und Italienern kann vom Höhleneingang aus über das mittlerweile installierte Höhlenfunksystem Cavelink mit den Höhlenrettern bis kurz vor dem Patienten kommunizieren. Cavelink ist eine auf Langwellen basierende Funktechnik, die Textnachrichten zwischen Höhleneingang und dem Unfallort ermöglicht. Zusätzlich stehen ein kabelgebundenes Höhlentelefon bis auf etwa 400 Meter Tiefe und ein Satellitentelefon zur Kommunikation mit der Einsatzleitung im Tal zur Verfügung.

Am späten Dienstagabend setzten die Hubschrauber-Besatzungen von Landes- und Bundespolizei im Schwebeflug und per Winde Höhlenretter aus Norditalien an der Einsatzstelle ab, die gegen 22 Uhr in das Riesending einfahren konnten. Personal, das teilweise bereits seit Sonntagabend in der Höhle ist, kann so im Schichtdienst abgelöst werden. Gegen 23 Uhr wurden Höhlenretter, die kurz zuvor ausgefahren waren, von zwei nachtflugtauglichen Polizeihubschraubern zurück ins Tal geflogen; ihnen geht es den Umständen entsprechend gut.

Die Voraustrupps am Höhlenrettern der Bergwachten Berchtesgaden und Freilassing und der Salzburger Höhlenrettung, darunter auch Sanitäter waren am Sonntagnachmittag in Rekordzeit bis zum Patienten abgestiegen und konnten so rasch mit der Erstversorgung beginnen; sie fahren nun aus der Höhle aus und werden durch neue Mannschaften abgelöst.

Die Riesending Schachthöhle ist hochgradig komplex und technisch extrem anspruchsvoll. Bereits im Einstiegsbereich stürzt das Gelände über frei hängende und steinschlaggefährdete Abseilpassagen rund 350 Meter senkrecht in die Tiefe. Die Stollen setzen sich dann kilometerweit durch Schächte, unterirdische Bäche, Engstellen und Siphons fort. Die Rettung kann sich noch über mehrere Tage hinziehen.

Pressemitteilung BRK-BGL

UPDATE Mittwoch, 7.50 Uhr

Die Rettungskräfte hoffen auf gutes Wetter. Bei der Rettung des 52-Jährigen könnte der für Donnerstag erwartete Regen nämlich zum Problem werden und die Arbeiten verzögern. Teilstrecken in der Höhle könnten zeitweise unpassierbar sein.

Sollte aber alles wie geplant ablaufen, wäre der Forscher wohl innerhalb einer Woche draußen. Ein Arzt müsste ihn aber noch für transportfähig erklären.

Pressekonferenz und Impressionen vom Dienstag

UPDATE 17.25 Uhr

Wie der stellvertretende Landesleiter der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider, soeben in einer zweiten Pressekonferenz mitteilte, sei der Zustand von Johann W., dem verletzten Höhlenforscher, stabil. Zwar hätte man weiterhin noch keine Aussage eines richtigen Arztes, aber die Gruppe an Rettungskräften, die am Dienstagmorgen aus der Höhle stieg, hatte Kontakt mit dem Verletzten. Demnach habe Johann W. "nur" eine isolierte Kopfverletzung, im Schulterbereich sei er unverletzt. Er sei ansprechbar, könne stehen und kleine Schritte machen.

Eine gute Nachricht für Schneider und das ganze Rettungsteam, denn es sei sehr wichtig und positiv, dass der Verletzte bei seiner Rettung mithilft. Mittlerweile sind bei dem Verletzten auch Medikamente angekommen. Das Rettungsteam aus der Schweiz, das gestern in die Höhle eingestiegen war, erreichte am Donnerstagvormittag den Verletzten. Mittlerweile wurde auch bis zum Verletzten ein Funksystem installiert. Mit diesem System ist eine Kommunikation in Textform komplett möglich.

Die Retter stehen derzeit mit den einzigen drei Ärzten in Europa, die für solch eine Rettungsaktion in Frage kommen würden, in Kontakt. Dabai handelt es sich um einen Arzt aus Mailand, einen aus Frankfurt und einen aus Österreich. Der österreichische Arzt ist mittlerweile vor Ort und befindet sich seit Dienstagmittag mit einem weiteren Rettungsteam aus der Schweiz im Abstieg in die Riesending-Höhle. Die Retter rechnen damit, dass der Arzt gegen Mitternacht bei Johann W. ankommen wird. Im Anschluss könnte der Aufstieg aus der 1000 Meter tiefen Höhle beginnen.

Sollte alles gut laufen, könnte die Rettung des verletzten Höhlenforschers sechs Tage dauern. Im Höhlensystem sind mittlerweile fünf Biwaks aufgebaut, pro Tag könnten die Retter den Verletzten von einem zum nächsten Biwak bringen. Aber schon jetzt sind alle Einsatzkräfte am Limit und das Wetter könnte den Rettern auch noch einen Strich durch die Rechnung ziehen.

Momentan gehen die Experten davon aus, dass am Mittwoch ab 16 Uhr im Berchtesgadener Land Gewitter aufziehen. Starker Regen könnte für die Retter in der Höhle zu einer großen Belastung werden. Man sei aber vorbereitet, so Schneider, mittlerweile seien sichere Rückzugsgebiete in der Höhle eingerichtet worden. Man werde schnellstmöglich auf eine Wetteränderung reagieren können.

UPDATE 15.30 Uhr

Der Einsatz in der "Riesending"- Schachthöhle am Untersberg in den Berchtesgadener Alpen geht weiter. Ein sechsköpfiges Rettungsteam aus der Schweiz, Österreich und Deutschland ist derzeit am Unfallort bei dem Patienten, der sich rund 1000 Meter unter dem Berg befindet.

Momentan stehen die weitere medizinische Betreuung und Stabilisierung des Verunglückten im Vordergrund. Dazu bereitet sich ein weiteres Team auf den Einstieg in die "Riesending"- Schachthöhle vor. Darunter ist auch ein höhlenerfahrener Arzt aus Österreich.

In der Einsatzzentrale sind außerdem 16 auf Höhlenbergung spezialisierte Retter aus Triest/Norditalien eingetroffen, die sich ebenfalls auf den Einstieg vorbereiten. Mittlerweile steht auch das Höhlen-Kommunikationssystem "Cavelink", eine auf Langwellen basierende Funktechnik, die Textnachrichten zwischen Höhleneingang und dem Unfallort ermöglicht.

Die Riesending Schachthöhle ist hochgradig komplex und technisch extrem anspruchsvoll. Bereits im Einstiegsbereich stürzt das Gelände über frei hängende und steinschlaggefährdete Abseilpassagen rund 350 Meter senkrecht in die Tiefe. Die Stollen setzen sich dann kilometerweit durch Schächte, unterirdische Bäche, Engstellen und Siphons fort. Auf dem gesamten Verlauf der Höhle haben Retter mittlerweile mehrere Biwaks mit Trinkwasser, Verpflegung und Schlafsäcken eingerichtet.

Die Rettung kann sich noch über mehrere Tage hinziehen.

Pressemitteilung Bergwacht Bayern

Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse:

Am 7. Juni gegen 12 Uhr stieg eine dreiköpfige Forschergruppe in die Riesending-Schachthöhle ein. Die Höhle ist nicht nur die tiefste Höhle Bayerns, sondern sogar Deutschlands. Sie liegt im Unterberg an der deutsch-österreichischen Grenze. Unter Tage erstreckt sich das System auf vielen Kilometern im Berg. Ein riesiger Irrgarten, wie zum Beispiel das bereits mit über 30 Kilometer lang erforschte und kartierte "Gamslöcher-Kolowrat-System" auf der österreichischen Seite. Die deutsche Seite wurde erst vor circa 20 Jahren von der schwäbischen Arbeitsgemeinschaft "Höhlenkunde Bad Cannstatt" zur Erforschung in Angriff genommen. Im Jahr 2002 entdeckte eine achtköpfige Forschergruppe dann die tiefste Höhle, die jemals in Deutschland entdeckt wurde und benannten sie mit dem aussagekräftigen Namen "Riesending" aufgrund der enormen Größe.

Am 8. Juni gegen 1.30 Uhr nachts wurde gut 1000 Meter unter dem Eingang ein Höhlenforscher von einem fallenden Stein getroffen. Er erlitt eine Kopfverletzung und war kurzzeitig bewusstlos. Die Schwere der Verletzungen macht es ihm unmöglich, den Rückweg aus eigener Kraft zu bewältigen. Bei dem Schwerverletzten handelt es sich um den 52-jährigen Johann. W. aus dem Raum Stuttgart. Er ist einer der Mitentdecker der Höhle. Im Laufe des Sonntags und Montags soll der Verletzte abwechselnd Wach- und Schlafphasen gehabt haben. Nach Angaben eines Sprechers der Bergwacht Chiemgau soll es dem Verletzten nicht so schlecht gehen wie bisher vermutet. Der Mann sei ansprechbar und könne sogar kurzzeitig stehen.

Diese Darstellung zeigt die vermutete Lage des verletzten Höhlenforschers. Zum Vergrößern der Karte hier klicken.

Nachdem ein Melder der Gruppe nach zwölf Stunden den Aufstieg hinter sich brachte, konnte er im nahegelegenen Stöhrhaus einen Notruf absetzen. Sofort wurden die umliegenden Bergwachten und die Höhenrettung Salzburger Land alarmiert. Da es sich bei der Riesending-Höhle allerdings um eine für Höhlenforscher konditionell und technisch sehr anspruchsvolle Höhle handelt, sind nur wenige Personen überhaupt in der Lage, Ab- und Aufstieg zu bewältigen. Aus diesem Grund wird mittlerweile auf internationaler Ebene nach Rettungskräften gesucht.

Rettungseinsatz am Untersberg:

Rettungseinsatz am Untersberg

Rettungseinsatz am Untersberg (3)

Für den notwendigen Transport von Johann W. ist es zwingend erforderlich, dass zuerst ein Arzt eine genaue Einschätzung seiner Verletzungen vornimmt. Erst nach einer ärztlichen Begutachtung kann das weitere Vorgehen geplant und veranlasst werden. Ein Arzt, der sich am Montag auf den Weg zum Verletzten gemacht hatte, musste den Abstieg abbrechen. Er ist mittlerweile wieder über Tage. An seine Stelle rückt in österreichischer Arzt, der im Laufe des Dienstags mit dem Abstieg beginnen wird.

Aufgrund des komplizierten Aufbaus der Höhle, dem tiefen Unfallort des Verletzten in rund 1000 Metern Tiefe und den langen Kommunikationswegen, ist mit einer bis zu siebentägigen Rettungsaktion zu rechnen.

Die Höhenrettung am Unterberg könnte noch zusätzlich durch das Wetter erschwert werden, da aufgrund der momentanen Hitze mit Wärmegewittern zu rechnen ist. Dann besteht in der Höhle die Gefahr einer Überschwemmung.

Zusammenfassung vom Rettungseinsatz am Montag:

Quellen: Bergwacht Bayern, Polizeipräsidium Oberbayern Süd, BRK BGL, Verband österreichischer Höhlenforscher, Bergwacht Chiemgau, aktivnews, dpa

Quelle: BGland24.de

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