Schwester gewürgt und Alkoholfahrt

Rosenheim - Vor dem Jugendgericht hatte sich der Angeklagte wegen gefährlicher Körperverletzung zu verantworten, außerdem stand er wegen Fahren ohne Führerschein mit über 1,5 Promille Alkohol im Blut vor Gericht.

Seine Schwester soll er volltrunken bei einer Geburtstagsfeier gewürgt haben. Das war der schwerwiegendere Vorwurf. Das ließe sich alles geräuschlos beilegen, hätte der 24-Jährige nicht bereits eine ganze Reihe Vorstrafen, auch einschlägige. Seine Schwester verträgt sich inzwischen wieder mit ihm. Schließlich liegt das Ganze bereits über zwei Jahre zurück. Dieser Verzug war aber diesmal nicht Schuld der Justizbehörden, sondern ein wichtiger Zeuge war einfach nicht aufzutreiben, und dann nur mit einem Bußgeld zu bewegen, auch zur Aussage nach Rosenheim zu kommen.


Die Schwester wollte, was ihr gutes Recht ist, keinerlei Aussage mehr machen. Also reduzierte der Staatsanwalt die Vorwürfe auf die beweisbaren Fakten. Richterin Verena Köstner erkannte auf eine Geldstrafe in Höhe von 2200 Euro und erklärte dem Angeklagten, dass er seine Alkoholprobleme in den Griff bekommen müsse, weil ansonsten der Erwerb eines Führerscheines für ihn unmöglich bleiben würde.

au/Oberbayerisches Volksblatt 

Quelle: rosenheim24.de

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