Regelung gilt noch einen Monat

Mit dem Schlauchboot auf die Alz? Kostet 25.565 Euro

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Seeon-Seebruck - Bei den sommerlichen Temperaturen hätte man ja schon wieder Lust, aber einen Monat muss noch gewartet werden: Das Bootfahren auf der Alz steht bis zum 30. Juni unter hoher Strafe. 

Für viele in der Region ein fester Bestandteil des Sommers: Die Bootfahrt auf der Alz von Seebruck nach Truchtlaching. Auch wenn die Temperaturen schon dazu verlocken würden, noch steht das Bootfahren unter hoher Strafe. Bis zu 25.565 Euro Geldbuße kann es kosten, wer bis zum 30. Juni die Alz befährt - daran erinnert jetzt die Gemeinde Seeon-Seebruck wieder.

Bis Ende Juni ist Brutzeit der Wasservögel

Das obere Alztal von Seebruck bis kurz vor Trostberg gilt als Landschaftsschutzgebiet - die malerische Flußlandschaft mit Sandbänken, Streuwiesen und Röhricht kennt man ohnehin vom Schlauchboot aus, sie sind aber auch "unverzichtbare Rückzungsgebiete" für selten gewordene Pflanzen wie die Sibirische Schwertlilie, so die Gemeinde. Bis Ende Juni ist außerdem Brutzeit der Wasservögel - auch ihnen dient dieses Fahrverbot. 

Weitere Regeln nicht nur fürs Bootfahren

Aber auch während der Zeit, wo das Boofahren erlaubt ist - ab 1. Juli - gibt es Regeln: Die Schilfinsel nordwestlich von Truchlaching darf nicht betreten und der linke Arm der Alz nicht befahren werden. Auch das kann mit der Geldstrafe von bis zu 25.565 Euro belegt werden.  Eine schriftliche Erlaubnis des Landratsamtes braucht man außerdem, wenn man Zelte oder Wohnwägen abstellen will bzw. wenn man an der Alz außerhalb von Straßen oder Wegen mit dem Auto fahren will - auch fürs Grillen oder das Betreten der Schilfbestände braucht es Genehmigungen. 

"Doch nicht das drohende Bußgeld sollte die Bürger dazu veranlassen, die Schutzgebietsvorschriften einzuhalten. Das Landratsamt bittet vielmehr um Verständnis und Einsicht, durch entsprechendes Verhalten freiwillig etwas Positives für die Natur zu tun", so die Gemeinde Seeon-Seebruck. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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