Stadt verlieh "Umweltpreis 2010" - Diesmal vier Preisträger

Umweltpreis: Sieg mit Springkraut

Die Gewinner des Rosenheimer Umweltpreises 2010 mit Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (Zweite von rechts hinten). Foto : Engelhardt

Rosenheim - Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer hat im Rathaus die Umweltpreise des Jahres 2010 verliehen.

Der Jury, so die Rathauschefin, sei es schwer gefallen, unter den zahlreichen Bewerbungen die besten auszuwählen; jede einzelne Bewerbung sei an sich ein preiswürdiges Unikat gewesen.

Besondere Schwierigkeiten hatten die Juroren bei der Vergabe des dritten Preises, dotiert mit 500 Euro, deshalb hätten sie salomonisch entschieden und diesen dritten Platz geteilt. Die Verleihung des Umweltpreises, so Bauer, stelle für alle am Wettbewerb beteiligten Gruppen ein großes Ereignis dar, aber grundsätzlich gelte die "olympische Regel": "Dabeisein und Mitmachen ist alles!"

Einen der beiden dritten Preise, 250 Euro also, erhielt der Kinderhort "Jonathan" der Nachbarschaftshilfe Rosenheim. Auf spielerische Weise hatten die Kinder die Bedeutung und den Umgang mit Wertstoffen aus dem Hausmüll erkannt. In einer witzigen "Recyclingmodenschau" präsentierten sie sich als "Models" und zeigten stolz ihre Kleider aus Wertstoffen, die unsere Wegwerf-Gesellschaft als angeblichen Müll entsorgt. Mit ihrer Modenschau wollten die kleinen Mannequins einen kritischeren Umgang mit Wegwerfmaterialien anmahnen.

Die anderen 250 Euro des geteilten dritten Preises wurden den "Waldkindern" zuerkannt. Die Kindergärten "Arche Noah" und der Pfarreien St.Michael und Christkönig nahmen abermals am pädagogischen Projekt "Umwelterziehung" teil. Den Kindern wird im Rahmen einer "Waldwoche" und teilweise am Ort spielerisch das Verständnis zur Natur bewusst gemacht, indem sie durch eigenes Erforschen, Erfahren, Erleben und Erfühlen bestimmte Zusammenhänge im Ökosystem kennenlernen und somit wissen, was sich in der heimische Flora und Fauna abspielt.

Dem ökologischen Konzept der Firma Haarkosmetik Szeili wurde der zweite Platz, dotiert mit 800 Euro, zugesprochen. Die Philosophie des Betriebes basiert auf umweltschonenden, ökologischen Betriebsabläufen, die auch eine sorgfältige Auswahl aller verwendeten Roh- und Wirkstoffe vorsehen und das "Öko-Siegel" tragen müssen. Ferner sehen die Betriebsabläufe im Firmenkonzept einen ressourcenschonenden Umgang vor. Mit diesen freiwilligen Leistungen, so hieß es in der Laudatio, nehme die Firma Szeili bereits seit Jahren auch erfolgreich am "Umweltpakt Bayern" teil.

Den ersten Preis in Höhe von 1200 Euro konnte die Ortsgruppe Rosenheim der "Naturfreunde" entgegennehmen, nicht nur, weil sie sich in den vergangenen Jahren engagiert für die Bekämpfung des Indischen Springkrautes im Stadtbereich eingesetzt hatten, sondern auch, weil trotz Aufrufes in den lokalen Medien sich kaum Bürger an der "Springkrautaktion 2010" beteiligt hatten, so dass das Einsatzgebiet an der Brunnholzstraße fast nur von den Naturfreunden der Rosenheimer Ortsgruppe abgearbeitet worden sei.

Ziel der Stadt Rosenheim und der Naturfreunde ist es, in ökologisch hochwertigen Bereichen durch ähnliche Aktionen auch weiterhin die Ausbreitung gebietsfremder Pflanzenarten - das Springkraut zählt zu dieser Gruppe - einzudämmen.

Am Schluss der kleinen Feierstunde gab es nochmals Beifall für die Preisträger und ein Dankeschön seitens der Gäste und der zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Umweltpakt Bayern

Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft. Er beruht auf Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation. Die Bayerische Staatsregierung und die Bayerische Wirtschaft erklären im Umweltpakt ihre nachdrückliche Überzeugung, dass die natürlichen Lebensgrundlagen mit Hilfe einer freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser geschützt werden können als nur mit Gesetzen und Verordnungen. Rund 4000 bayerische Unternehmen, darunter ein erheblicher Anteil Handwerksunternehmen, nehmen derzeit am Umweltpakt teil. Teilnehmen kann jedes Einzelunternehmen, das in Bayern eine freiwillige Umweltschutzleistung erbringt, die den Inhalten und Zielsetzungen des Umweltpaktes entspricht. Sie dürfen das offizielle Logo "Umweltpakt Bayern" in ihrer Öffentlichkeitsarbeit verwenden.

je/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser