Drei Monate nach Fund der "Sommerlochschlange"

Schlange vom Siferlinger See: Möchten Sie "Ambrosius" adoptieren?

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Söchtenau/München - Drei Monate nach dem Fund einer Schlange im Siferlinger See wartet Anakonda "Ambrosius" nach wie vor auf ein neues Zuhause.

"Wenn es Interessenten gibt, können die sich gerne melden", sagte Fachtierarzt Thomas Türbl von der Reptilienauffangstation in München. Dort lebt die gelbe Anakonda, seit sie Anfang September am Siferlinger See nahe Söchtenau entdeckt wurde. An dem Moorsee hatte die Würgeschlange mehr als zwei Wochen für ein Badeverbot gesorgt und eine große Suchaktion ausgelöst. Zwei Münchner Schlangenliebhaber fingen das Tier schließlich ein und verständigten die Polizei.

Unklar ist nach wie vor die Herkunft der Anakonda. "Ob es ein ausgesetztes oder ausgebüxtes Tier ist, sieht man ihm ja nicht an", sagte Türbl. Hinweise wie eine zurückgelassene Box gebe es nicht. Ein früherer Besitzer habe sich seines Wissens nirgends gemeldet.

Dass die mehr als ein Meter lange Anakonda, die eigentlich im tropischen Südamerika heimisch ist, keinen Abnehmer findet, erklärte Türbl so: "Anakondas gelten als stinkig." Und das gleich im doppelten Sinne: Zum einen hätten die Schlangen einen Eigengeruch, der unter anderem von Fischnahrung geprägt sei. "Zum anderen sind Anakondas keine Schmusetiere." Bis auf weiteres bleibe "Ambrosius" daher in der Auffangstation. Für die Kosten muss der gemeinnützige Verein, der sich vor allem aus Spenden finanziert, aufkommen.

mh mit Material der dpa

Quelle: rosenheim24.de

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