Experten unterstützen bei Start ins Leben

Rosenheim - Ein Kinderspezialistenteam unterstützt bereits seit einem Jahr junge Eltern bei Kindern mit Fehlbildungen. Dabei wird besonders Wert auf die Behandlungsmöglichkeit gelegt.

Bei der kleinen Amira war es eine Laune der Natur die es so wollte, dass sich ihre Speiseröhre während des Heranwachsens im Mutterleib nicht vollständig entwickelte: Es fehlte ein Teilstück. Diese angeborene Fehlbildung ist lebensbedrohlich und kann nur von einem erfahrenen Spezialistenteam erfolgreich behandelt werden.

Heutzutage ist es möglich bei Routineuntersuchungen bereits während der Schwangerschaft mögliche Fehlbildungen des Ungeborenen zu entdecken. Die Kinderärzte der Kinderklinik arbeiten in vertrauensvoller und kooperativen Weise mit den einzelnen Fachdisziplinen im RoMed Klinikum Rosenheim zusammen und gemeinsam werden die Diagnose und die Behandlungsmöglichkeiten erörtert und mit den Eltern besprochen. In diesen Fällen sind oft auch die hochspezialisierten Neonatalchirurgen Dr. Marc Jorysz und Dr. Bernd Geffken gefragt, die in Traunstein eine Gemeinschaftspraxis betreiben und seit nunmehr einem Jahr erfolgreich mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im RoMed Klinikum Rosenheim zusammenarbeiten.

Amira hatte es zwischenzeitlich eilig und kam bereits in der 25. Schwangerschaftswoche aufgrund vorzeitiger Wehen mit einem Geburtsgewicht von 580 Gramm zur Welt. Nun war höchste Eile angesagt: Das zu früh geborene Mädchen musste operiert werden. Schon die Narkose ist nicht einfach und muss von einem sehr erfahrenen Anästhesisten durchgeführt werden. Die Neonatalchirurgen operieren mit Hilfe eines Mikroskops und verwenden nur Spezialinstrumente, da bei Neugeborenen alles sehr viel kleiner und feiner ist.

Die kleine Amira wurde erfolgreich operiert, musste aber auf Grund der Frühgeburtlichkeit noch mehrere Wochen in der Klinik bleiben. Dr. Torsten Uhlig (Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am RoMed Klinikum Rosenheim) berichtet: „Nur in einem sehr gut eingespielten Team sind so hochkomplexe Eingriffe möglich. Nach der Operation überwachen wir den Behandlungsverlauf und bleiben in engem Kontakt mit den Operateuren. Bei möglichen Komplikationen sind die einzelnen Fachdisziplinen der Klinik sofort greifbar und Dank der hervorragenden Zusammenarbeit kommen die Traunsteiner Kooperationspartner innerhalb kürzester Zeit nach Rosenheim“.

Pressemitteilung RoMed Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim GmbH

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © RoMed Kliniken

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