Staatsminister Dr. Huber in Rosenheim

Kathrein als digitaler Vorreiter - Stellenabbau war nur Randthema

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Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, Staatsminister Dr. Marcel Huber, Firmenchef Anton Kathrein, Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner.
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Rosenheim - Hoher Besuch bei Kathrein am Freitag: Der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei kam nach Rosenheim

Staatsminister Dr. Marcel Huber (CSU) wollte sich selbst ein Bild von aktuellen Innovationsprojekten bei Kathrein machen. Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner (CSU) wurde somit das Gespräch in der beachtlichen "Sky Lounge" im Kathrein Werk in der Klepperstraße vereinbart. Auch die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig und Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (beide CSU) ließen sich den Termin nicht entgehen. 

Schicker Ausblick, chilliges Ambiente: Die "Sky Lounge" kann sich sehen lassen!

Dr. Huber sieht in Kathrein einen wichtigen Partner für die Digitalisierungsstrategie der Landesregierung. Stöttner verglich das Unternehmen gar mit einem "Schnellboot". Sie sei eine der "innovativsten Firmen weltweit". 

Auf Stöttners Initiative kam es zum Gedankenaustausch zwischen Politik und Firmenleitung.

Die Politik ist am Zug

Anton Kathrein sieht sein Unternehmen in den Startlöchern für den neuen Standard 5G in der Mobilfunkindustrie. Nun sei die Politik am Zug eine wettbewerbsfähige digitale Infrastruktur zu schaffen. Hier sieht der Unternehmenschef den Freistaat jedoch in einer Vorreiterrolle in Deutschland und Europa, die ausstrahle. 

Auch Staatsminister Huber sieht ein enormes Geschäftsfeld für einen Antennenbauer wie Kathrein, sofern die Rahmenbedingungen geschaffen werden. "Wir wollen in Deutschland nicht nur forschen, sondern auch bauen, damit die Wertschöpfung hier bleiben kann", so der Staatsminister. 

Wollen beide eine schnellere Digitalisierung: Kathrein und Huber. 

Das digitale Gründerzentrum "Stellwerk 18" sehen Stöttner und Dr. Huber als wichtigen weiteren Baustein für die digitale  Revolution, von der Rosenheim profitieren soll. "Firmen wie Amazon und Facebook sind von jungen Leuten ausgegangen. Das können wir auch bei uns machen. Dazu braucht es ein Gründerzentrum und Risikokapital. Wieso soll nicht eine Idee aus Rosenheim auch global voll einschlagen?", blickte der Minister zuversichtlich in die Zukunft. 

Auch hier Übereinstimmung mit dem Firmenchef Kathrein: Für ihn sei es eine gute Voraussetzung für weiteres Wachstum, wenn vor Ort innovative Start-Ups zu finden seien, auch um neue Fachkräfte anzustellen. 

Stellenabbau kein Thema beim Gespräch

Der neuerliche drohende Stellenabbau bei Kathrein in Rosenheim (wir berichteten), war kein Thema bei dem Gespräch zwischen Politik und Unternehmensleitung. 

Darauf von rosenheim24.de angesprochen, teilte Anton Kathrein mit, dass man sich "auf die nächste Generation vorbereitet".  Hierzu müsse man international wettbewerbsfähig sein und einen "Preis anbieten, den die Kunden auch bezahlen können".

"Unerfreulich" sei es, wenn Arbeitsplätze wegfallen, so Staatsminister Dr. Huber. Er zeigte sich gegenüber rosenheim24.de jedoch zuversichtlich, dass der Techniksektor so dynamisch sei, dass Betroffene "in Oberbayern alternative Möglichkeiten und andere Stellen finden werden". 

Noch sei das Thema Jobabbau "nicht ganz akut", so der Chef der Staatskanzlei. Wenn es aber zu echten Härtefällen komme, werde das bayerische Wirtschaftsministerium bereitstehen, um etwa bei einem Sozialplan unterstützend einzugreifen. 

Quelle: rosenheim24.de

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