Stadt bedauert Entscheidungen von Kathrein

Rosenheim - Als Reaktion darauf, dass die Stadt ihr Vorkaufsrecht für das Grundstück am Happinger See in Anspruch genommen hat, kündigt Prof. Anton Kathrein harte Schritte an. Die Stadt bedauert dies.

Nach der gestrigen einmütigen Entscheidung des Rosenheimer Stadtrats, ein vertragliches Vorkaufsrecht der Stadt für den Erwerb von Grundstücken am Happinger See auszuüben, hat Professor Dr. Anton Kathrein angekündigt, über die Rosenheimer Werke des Unternehmens einen Investitions- und Einstellungsstopp zu verhängen. Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer hat hierauf mit Bedauern und Unverständnis reagiert.

„Selbstverständlich sind Maßnahmen wie ein Investitions- und Einstellungsstopp höchstpersönliche Entscheidungen jedes Unternehmers, die er aus betriebswirtschaftlichen Gründen trifft und die von den jeweiligen Standorten akzeptiert werden müssen. Rosenheim hat über Jahrzehnte hinweg im Rahmen des kommunalpolitisch Möglichen alles dafür getan, dass ein internationaler Global Player wie die Kathrein-Werke in der Stadt möglichst ideale Bedingungen vorfindet. Dass es dem Unternehmen aus kleinsten Anfängen heraus gelungen ist, in einer kontinuierlichen, aber sehr dynamischen Entwicklung an die Weltspitze in der Antennentechnik und der Telekommunikation vorzudringen, zeigt, dass Rosenheim als Wirtschaftsstandort große Qualitäten hat.

Deshalb kann ich es nicht verstehen, wenn die einstimmige Entscheidung des Rosenheimer Stadtrats für den Erhalt öffentlicher Freiflächen am Happinger See mit einer derartigen Aktion abgestraft werden soll."

Der Stadtrat hat sich in einer intensiven und sehr abgewogenen Diskussion dafür entschieden, den Belangen der Öffentlichkeit Vorrang vor einem privaten Investitionsprojekt einzuräumen. Ein öffentlicher Strand, an dem die Rosenheimerinnen und Rosenheimer seit 1935 hängen und den sie intensiv nutzen, wird mit dieser Entscheidung dauerhaft für die Bürgerinnen und Bürger gesichert. Das Investitionsprojekt zielte demgegenüber darauf ab, wichtige Teile des bisherigen Strandbereichs zu privatisieren und für die noch öffentlich zugänglichen Randbereiche Eintrittsgebühren erheben.

Über die Auswirkungen der Entscheidung auf die Stadt Rosenheim ist eine Aussage zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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