Straßen werden saniert und geflickt

Rosenheim - Manche Straßen in Rosenheim gleichen einer Kraterlandschaft. Etliche Decken im Straßennetz werden heuer noch komplett saniert, andere nur geflickt:

1,67 Millionen Euro gibt die Stadt in diesem Jahr für die Erneuerung von Fahrbahndecken aus. Zunächst waren für Deckenbaumaßnahmen 2011 nur 1,42 Millionen Euro vorgesehen. Aufgrund der zahlreichen, teilweise größeren Frostschäden hat der Stadtrat dann im Rahmen der Haushaltsberatungen noch einmal 250.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen draufgelegt.

Bei einigen Straßen wäre aus Sicht der Fachleute zwar eine Deckenerneuerung notwendig. Nachdem aber kurz- bis mittelfristig Straßenausbauten oder Umbauten anstehen, wären die Maßnahmen nicht wirtschaftlich.

Der erheblich schadhafte Fahrbahn der Kufsteiner Straße im Bereich der Einmündung Klepperstraße wird in Abstimmung mit dem staatlichen Bauamt saniert, voraussichtlich im Oktober. Die Arbeiten erfolgen nachts. Stadtauswärts stehen punktuelle Sanierungen zwischen Leitzachstraße und Alpenweg auf dem Plan.

Für die Kufsteiner Straße ist mittelfristig ein Vollausbau geplant, ein Termin steht aber immer noch nicht fest. Sicher ist nur: Die Bahnbrücke muss spätestens 2016 erneuert werden, weil sonst die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Für den Straßenausbau zwischen Panoramakreuzung und Briançonstraße sind 15,3 Millionen Euro angesetzt. Es gibt noch keine Finanzierungszusage vom Bund.

In der Mangfallstraße sowie in der Kaiser-/Ebersberger Straße wird nicht saniert, obwohl die Notwendigkeit bestünde. Gemäß Investitionsplan ist der komplette Ausbau dieser Straßen für 2012 beziehungsweise 2013 geplant.

In der Bahnhofs- und Frühlingstraße waren für dieses Jahr Arbeiten vorgesehen. Dort haben die Stadtwerke aber auch den Neubau von Versorgungsleitungen geplant. Um die neuen Decken nicht gleich wieder aufreißen zu müssen, werden die Maßnahmen auf 2012 verschoben.

Die Münchener Straße soll im Zusammenhang mit dem Entwicklungskonzept Bahnhofsareal umgestaltet werden. Konkrete Planungen liegen dafür bisher nicht vor. Zischenzeitlich soll eine Sanierung der schadhaften Fahrbahn mit einer Oberflächenbehandlung erfolgen.

Der Straßenoberbau der Samerstraße muss zwar im Zuge einer für 2015 geplanten Erneuerung des Mischwasserkanales sowie der Versorgungsanlagen erneuert werden. Die bisherigen Schäden haben jedoch einen solchen Umfang, dass auch hier eine provisorische Sanierung ansteht.

Insgesamt gibt die Stadt in diesem Jahr für Oberflächenbehandlungen an Hauptverkehrs- und Nebenstraßen durch den Baubetriebshof rund 80.000 Euro aus.

Die Erneuerung der Ellmaierstraße zwischen Kaiser- und Schönfeldstraße ist mittelfristig wegen sichtbarer Fahrbahnverformungen im Abschnitt Kaiserstraße/Binderweg notwendig. Zudem ist der Straßenaufbau unzureichend. Im gesamten Abschnitt werden 2011 Gefahrenstellen beseitigt. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 10.000 Euro.

Für die Panger Straße sind im Zuge der Verkehrsberuhigung Aising-Pang einige Maßnahmen vorgesehen. Es werden Fahrbahnteiler eingebaut und Möglichkeiten zum besseren Überqueren der Straße für Fußgänger geschaffen. Die Straße wird im Abschnitt Grünthalweg bis Kreisverkehr mit einer neuen Asphaltdeckschicht sowie neuen Entwässerungsrinnen ausgestattet. Eingeplant sind Kosten in Höhe von 100.000 Euro.

In Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt erfolgt eine kleinflächige Sanierung der schadhaften Fahrbahn der Prinzregentenstraße zwischen Westermayer- und Heilig-Geist-Straße. Dabei geht es um die Beseitigung von Gefahrenstellen. In diesem Bereich planen die Stadtwerke für 2012 den Ausbau der Fernwärmeleitung. Die Kosten betragen rund 40.000 Euro. Der Bund als Straßenbaulastträger trägt grundsätzlich die Kosten, stellt aber die Mittel erst 2012 bereit. Aufgrund der Dringlichkeit geht die Stadt in Vorleistung.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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