Taube Mädchen: Streit um Kosten für Dolmetscher

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Im Unterricht wird den gehörlosen Erstklässlerinnen durch einen Gebärdendolmetscher geholfen.

Augsburg - Zwei gehörlose Erstklässlerinnen sind in der Schule auf einen Gebärdendolmetscher angewiesen. Doch wegen der hohen Kosten entbrannte ein juristischer Streit. Nun bahnt sich eine Lösung an.

Nach einem monatelangen Streit um die Kosten für einen Gebärdendolmetscher für zwei gehörlose Erstklässlerinnen in Schwaben deutet sich eine Lösung an. Mit dem Sozialministerium und dem Bezirk Schwaben werde ein gemeinsames Vorgehen angestrebt, teilte das bayerische Kultusministerium am Freitag mit. Denkbar sei eine Vorfinanzierung. Ein Gespräch mit dem Bezirk Schwaben ist nach Angaben der Behörde für Mitte Februar geplant.

Die Mädchen gehen seit September auf Grundschulen in Neu-Ulm und Mering (Landkreis Aichach-Friedberg). Wegen der Dolmetscherkosten von monatlich 15.000 Euro war ein juristischer Streit entbrannt. Das Sozialgericht Augsburg hatte eine Finanzierung über den Bezirk abgelehnt, das Landessozialgericht hatte dies in einem Eilverfahren bestätigt.

dpa

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