Studenten testen "ilbi"

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Rosenheim - Wie gebannt starrten Studenten aus Rosenheim, Kufstein und Innsbruck vor dem Rathaus auf ihre Handys. Eine geschichtsträchtige SMS hatte ihre Aufmerksamkeit geweckt.

Studenten aus Rosenheim, Kufstein und Innsbruck starren vor dem Rosenheimer Rathaus wie gebannt auf den Bildschirm ihres Handys. Soeben haben sie eine SMS-Benachrichtigung erhalten, die sie über Rosenheims Geschichte und speziell über das Rosenheimer Rathaus informiert. Rosenheim ist der Ausgangspunkt ihrer Testfahrt „Handelsweg Inn“, der sie im Laufe des Tages über Neubeuern, Nußdorf, Kloster Reisach nach Kufstein und von dort über Schwaz und Hall weiter bis nach Innsbruck führen wird. An speziellen Standorten werden sie auf ihrem Weg zum Beispiel über interessante Bauwerke oder Klostergeschichten informiert.
Alles, was die Studenten benötigen, um diese Standortinformation zu erhalten, ist ein kleiner RFID-Chip und natürlich ihr Handy. Nach einfacher Registrierung mit Handynummer, werden sie ab sofort beim Passieren interessanter Orte „angeläutet und erhalten passende Informationen per SMS.

Ermöglicht wird dies durch „ilbi“ (Intelligent Local Based Information), einem von der EU im Rahmen von Interreg IVa geförderten grenzüberschreitenden Projektes, an dem neben der Region Rosenheim auch Kufstein und als Leadpartner Innsbruck teilnimmt. „Ziel des ilbi-Projektes ist die Entwicklung eines einfachen, benutzerfreundlichen, automatisierten, innovativen und multimedialen Bürger-, Touristen und Gästeinformationssystems“, erläuterte Manfred Grundei, Leiter der Rosenheimer ADV und gemeinsam mit Professor Roland Feindor Wegbegleiter „ilbis“ auf bayerischer Seite seit der ersten Stunde. Prof. Feindor ging in seiner Einführung auf die technischen Voraussetzungen wie RFID-Chip, RFID-Antennen (Radio Frequency Identification) und Server ein und erläuterte den Übertragungsweg bis zum Handy.

Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt – auch in geschlossenen Räumen, engen Gassen oder Schluchten. Auch die gezielte Suche nach Wirtshäusern ist möglich. Sobald ein registrierter Nutzer an solch einer Antenne seines „Informationswunsches“ vorbeikommt, klingelt das Handy. Neben der technischen Lösung ist auch die ganz praktische persönliche Zusammenarbeit der Hochschulen in Innsbruck, Kufstein und Rosenheim im Projekt wichtig. So informierten an der Station Kufstein Vertreter der drei Hochschulen die teilnehmenden Studenten über die verschiednen Studienmöglichkeiten.

C. Sieberath

Quelle: rosenheim24.de

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