Teurer Nebenverdienst für arbeitslosen Gartenbauer

Rosenheim - Rechtskräftig geworden ist jetzt das Urteil des Amtsgerichts Rosenheim, das einem 43-jährigen Mann aus dem Landkreis Rosenheim acht Monate Gefängnis einbrachte.

Der Garten- und Landschaftsbauer bezog Arbeitslosengeld von der ARGE des Landkreises Rosenheim. Um seinen Lebensunterhalt aufzubessern, arbeitete er nebenbei bei einem Bekannten auf dessen landw irtschaftlichem Anwesen. Er führte Renovierungsarbeiten aus und half mit beim Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Anwesens.

In einem Zeitraum von vier Monaten verdiente sich der arbeitslose Mann so zusätzlich über 3.300 Euro. Dem Arbeitsamt verschwieg er seinen Zusatzverdienst.

Allerdings hatte er nicht damit gerechnet, dass die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auch die abgelegensten Winkel des Landkreises aufsuchen. Bei einer Kontrolle durch Beamte des Hauptzollamts Rosenheim stellte sich schnell heraus, dass der Mann doppelt abkassiert hatte.

Dem bereits mehrfach vorbestraften Gartenbauer blieb der Gang ins Gefängnis nur deswegen erspart, weil er nach seiner Scheidung die beiden minderjährigen Kinder bei sich aufgenommen hatte.

Obw ohl die Freiheitsstrafe zur Bew ährung ausgesetzt wurde, legte er gegen das Urteil Berufung ein. Das Landgericht Traunstein bestätigte allerdings das Urteil des Amtsgerichts Rosenheim. Auch die Revision gegen diesen Beschluss vor der nächst höheren Instanz, dem Oberlandesgericht München, führte zu keinem anderen Ergebnis.

Pressemeldung Hauptzollamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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