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„Schwarzer Dienstag“

Tierpark Hellabrunn schläfert sechs Affen ein: „Hat uns alle schwer getroffen“

Drills im Tierpark Hellabrunn
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Drills im Tierpark Hellabrunn. Sechs der zwölf Primaten in dem Münchner Zoo wurden eingeschläfert, nachdem sie an einer Fuchsbandwurm-Infektion erkrankt waren.

Der Tierpark Hellabrunn spricht von einem „schwarzen Dienstag“. Tierärzte mussten gleich sechs Primaten einschäfern.

München – „Aufgrund einer unheilbaren Erkrankung der Tiere musste Hellabrunn gestern schweren Herzens sechs Drills einschläfern. Aus Tierschutzgründen war diese Entscheidung unumgänglich und wurde von dem Tierärzteteam vor Ort getroffen“, schreibt der Tierpark in einer Pressemitteilung. Insgesamt lebten zwölf Drills in dem Gehege, die anderen sechs Tiere seien unauffällig und werden jetzt „engmaschig beobachtet“.

Die sechs eingeschläferten Drills, eine der am stärksten gefährdeten Primatenarten Afrikas, hätten sich zuvor mit den Eiern des Fuchsbandwurms infiziert. Laut Tierpark ist weder eine Übertragung des Fuchsbandwurm-Erregers weder von Affe zu Affe noch von Menschen auf Affen oder von Affen auf Menschen möglich. Ein Netzwerk an Fachleuten aus Untersuchungslaboren, der Universität und anderen Forschungseinrichtungen sind in die Aufklärung eingebunden. Priorität habe die Verhinderung weiterer Infektionen. Bislang gibt es gegen den Fuchsbandwurm keinen, in der EU lizensierten Impfstoff. Bisherige Impfstoffe sind experimentell und nicht für zoologische Einrichtungen in EU-Staaten zugelassen.

Tierpark arbeitet an Ursachenforschung

Bei einer Untersuchung aller zwölf Drills (Mandrillus leucophaeus) seien bei der Hälfte der Tiere schwere und weit fortgeschrittene schwere Leber- und Lungenschäden festgestellt worden. Die Krankheit hätte innerhalb weniger Wochen zum Tod geführt. Zeitpunkt und Ursache der Infektion blieben zunächst unklar. „Wir arbeiten aktuell mit Hochdruck daran, herauszufinden, wie der Erreger zu den Drills gelangen konnte“, sagte Tierparkdirektor Rasem Baban.

Der Fuchsbandwurm ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Eine Übertragung ist weder von Affe zu Affe noch von Affe zu Mensch möglich. Einen in der EU zugelassenen Impfstoff für Tiere gegen den Erreger gibt es den Angaben zufolge bislang nicht.

mh (mit Material der dpa)

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