Tipi, Tomahawk und Tecumseh

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Rosenheim - Friedenspfeife, Federschmuck und Tomahawk sind noch verpackt. Fürs erste liegen auf dem Tisch der Gesprächsrunde im Lokschuppen nur die Pläne für das nächste große Projekt.

"Indianer - Ureinwohner Nordamerikas", so heißt die Erlebnisausstellung, die am 8. April 2011 die Pforten für die Besucher öffnen wird. "So eine Ausstellung, wie wir sie in Rosenheim machen, hat es noch nicht gegeben", ist Professor Dr. Christian Feest überzeugt. Der Leiter des Völkerkundemuseums in Wien und ausgewiesener Experte für die Ureinwohner Nordamerikas ist der Kurator der Schau, die im Frühling 2011 in Rosenheim zu sehen sein wird. "Sie wird weitaus mehr sein als nur die Darstellung von Tipis, Federschmuck und Skalps", erklärt Feest.

Europas größte Indianerausstellung

Die größte Indianerausstellung in Europa entführt auf eine historische Reise quer über den nordamerikanischen Kontinent und räumt mit gängigen Klischees auf. Denn die Ureinwohner Nordamerikas haben wenig mit den romantisch-mythischen Gestalten der eigenen Kindheit zu tun oder mit den Figuren aus Wildwestfilmen mit farbigem Federschmuck, die in Tipis wohnen und Rauchzeichen geben. Von den Nootka an der Nordwestküste über das Gebiet der Großen Seen im Mittelwesten bis zu den Sioux und Apachen werden im Lokschuppen zahlreiche Indianerstämme detailgetreu porträtiert und ihre Geschichte erzählt - vom ersten Kontakt mit Europäern bis hin zum Eintausch der Insel Manhattan gegen Glasperlen. Professor Dr. Feest hat hierfür rund 700, zum Teil äußerst seltene Exponate aus 18 Museen, die über neun Länder in Europa verteilt sind, zusammengetragen. Die wertvollen Originale sind eingebettet in attraktive Inszenierungen und Themenräume - ein Markenzeichen des Rosenheimer Ausstellungszentrums, das über jahrzehntelange Erfahrungen mit besucherfreundlich aufbereiteten Erlebnisausstellungen verfügt. Zu den Höhepunkten zählen die bis zu 150 Jahre alten und seltenen Kleidungsstücke der Sioux, bemalte Bisonfelle und ein komplett eingerichtetes Holzhaus aus Grönland.

14 Meter hohes Tipi auf dem Vorplatz

Die Gestaltung haben Spezialisten aus München übernommen: Sie sorgen dafür, dass die Ausstellung für Kinder und für Erwachsene zum spannenden Erlebnis wird. Gemeinsam mit Kurator Feest und den Ausstellungsarchitekten besprachen der Leiter des Ausstellungszentrums Lokschuppen, Dr. Peter Miesbeck, und Projektassistentin Elisabeth Scheueregger die Gestaltung.

Mit einer stilisierten Indianersilhouette vor untergehender Sonne wirbt der Lokschuppen für seine neue Ausstellung, die mit vielen seltenen Exponaten und einer besucherfreundlichen Gestaltung ein Bild der amerikanischen Ureinwohner abseits der Klischees vom "edlen Wilden" zeichnen will.

"Auf dem Lokschuppen-Vorplatz wird es ein 14 Meter hohes Tipi geben und einen Indianer-Parcours", verriet Designerin Juliane Böttcher schon einmal vorab. An zwölf verschiedenen Stationen können die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern ihr Wissen über Indianer testen und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Bei der gemeinsamen "Bisonjagd", beim Spurenlesen, Lassoschwingen und beim Klettern werden Punkte gesammelt und am Ende steht fest, wer in der Familie der "Häuptling" ist.

Auch das kulinarische Angebot ist ganz auf das Thema Indianer abgestimmt: Bei den exklusiven Sonderführungen werden indianische Lachs- und Bisonfleischgerichte geboten. re/ku/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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