An der Grenze bei Kufstein

Lkw-Blockabfertigung: Stau war bis zu 12 Kilometer lang

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Kiefersfelden/Kufstein - Insgesamt vier Mal in dieser Woche wollen die Tiroler Behörden an der Grenze bei Kufstein die bereits bekannte Lkw-Blockabfertigung durchführen. Am Montagmorgen gab es deswegen bereits Verkehrsbehinderungen:

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UPDATE, 10.05 Uhr - Pressemeldung Polizei

Wie bereits in der vergangenen Woche begannen die Tiroler Behörden am Montag um 5 Uhr mit der sogenannten "Dosierungsmaßnahme" auf der Inntalautobahn (A12) auf Höhe der Ausfahrt Kufstein Nord in Fahrtrichtung Innsbruck. Ab 5 Uhr wurde circa 250 Lkw, ab 6 Uhr etwa 200, dann wieder 250 und ab 8 Uhr etwa 270 Lkw pro Stunde die Durchfahrt gewährt


Gegen 5.15 Uhr staute sich der Lkw-Verkehr bis zur Anschlussstelle Kiefersfelden, etwa um 5.25 Uhr erreichte er die Anschlussstelle Oberaudorf und gegen 6.45 Uhr erreichte er eine Höchstlänge von etwa 12 Kilometern. Die Anschlussstelle Brannenburg war somit nicht vom Rückstau betroffen. 

Gegen 8.30 Uhr hatte sich der Stau gänzlich wieder aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Dosierungsmaßnahmen auf österreichischer Seite beendet. Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim mit Unterstützungskräften der Autobahnpolizeistation Holzkirchen und der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim sorgten dafür, dass die Anschlussstellen Kiefersfelden und Oberaudorf sowie der linke Fahrstreifen der A93 für den Individualverkehr frei blieben. Somit kam es zu keinen nennenswerten Behinderungen für die nicht von der Blockabfertigung betroffenen Verkehrsteilnehmer. 

In diesem Zusammenhang bittet die Verkehrspolizei Rosenheim die Verkehrsteilnehmer darum, nicht auf dem Seitenstreifen am Stau vorbeizufahren. Dies stellt nicht nur eine, mit einem Bußgeld von 75 Euro bewehrte, Verkehrsordnungswidrigkeit dar, sondern auch eine Gefahr für die Einsatzkräfte, die sich teilweise auf dem Seitenstreifen aufhalten. Außerdem werden die Ein- und Ausfahrten der Anschlussstellen eben gerade für den Individualverkehr frei gehalten.

Pressemeldung Verkehrspolizei Rosenheim

UPDATE, 8.45 Uhr - Verkehr normalisiert sich

Die Tiroler Behörden haben die Lkw-Blockabfertigung für Montag beendet. Der Stau auf der Inntalautobahn hat bereits deutlich nachgelassen. In Kürze sollte sich der Verkehr normalisiert haben.

UPDATE, Montag, 6.15 Uhr - Bereits acht Kilometer Stau

Am frühen Montagmorgen hat die Lkw-Blockabfertigung schon wieder Auswirkungen auf die Region. Auf der Inntalautobahn (A93) staut sich der Lkw-Verkehr auf der rechten Fahrspur zwischen Dreieck Inntal und Kiefersfelden auf etwa acht Kilometern.

Außerdem besteht in diesem Bereich ein Überholverbot für Schwerlastverkehr und der Standstreifen darf nicht befahren werden.

Die Erstmeldung:

Nach Angaben der Landeshauptmannschaft Tirol führt das Bundesland Tirol (Österreich) auch in der zweiten Pfingstferienwoche am Montag, 28. Mai, am Dienstag, 29. Mai, am Mittwoch, 30. Mai, und am Freitag, 1. Juni, jeweils nach Ende des Nachtfahrverbots ab 5 Uhr morgens wieder Lkw-Blockabfertigungen durch. Am Donnerstag, 31. Mai (Feiertag Fronleichnam), findet keine Blockabfertigung statt.

250 bis 300 Lkw pro Stunde

Auf der Inntalautobahn bei Kufstein-Nord werden durch österreichische Einsatzkräfte in Fahrtrichtung Süden die Lkw gezählt und bei Erreichen einer vermeintlichen Kapazitätsgrenze von etwa 250 bis 300 Lkw pro Stunde wird deren Fahrt verlangsamt oder nötigenfalls auch angehalten.

Die Verkehrsteilnehmer müssen daher an diesen Tagen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in südlicher Fahrtrichtung auf der Inntalautobahn (A93) in Bayern rechnen, die auch auf die Autobahn München - Salzburg (A8) zurückreichen können.

Lkw-Blockabfertigung: Über 50 Kilometer Stau auf A93 und A8

 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner
 © Josef Reisner

Um die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit möglichst gering und die Flüssigkeit des Verkehrs soweit als möglich aufrecht zu erhalten, wird die Verkehrspolizei Rosenheim mit Unterstützung umliegender Dienststellen die erforderlichen Verkehrslenkungs- und Verkehrsregelungsmaßnahmen ergreifen.

Die aktuellen Verkehrsinformationen der Verkehrsmeldestelle Bayern sind im Internet unter www.bayerninfo.de abrufbar. Zudem werden diese von den Radiosendern ausgestrahlt, so dass auch die Verkehrsnachrichten sowie die Navigationsgeräte die aktuelle Verkehrslage in Bayern widerspiegeln.

Heimische Spediteure erzürnt 

Die Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer eindringlich:

Halten Sie unbedingt die angeordnete Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h und das Überholverbot für Lkw (über 3,5 Tonnen) ein!

Lkw-Fahrer müssen die Ein- und Ausfahrten an den Anschlussstellen und an den Parkplätzen auf jeden Fall freihalten!

Die Speditionen im Raum Rosenheim sind darüber alles andere als begeistert. Harte Kritik an den Maßnahmen aus Tirol übt Georg Dettendorfer, Geschäftsführer der Spedition Dettendorfer in Nußdorf am Inn: "Ich hoffe, dass Tirol ein Einsehen hat und die Blockabfertigungen reduziert, nicht an so vielen Tagen macht. Es gibt sicherlich Tage mit hoher Verkehrsbelastung, da muss man schauen, was man tun kann. Aber ich sehe keine Möglichkeiten, wie der ganze Lkw-Verkehr in den nächsten Monaten kurzfristig und sofort vermieden oder auf die Schiene gestellt werden kann. Im Moment ist es so, dass wir die Blockabfertigungen ausbaden - wir und unsere Kunden", so Dettendorfer gegenüber dem BR.

Terminüberblick

An folgenden Tagen gibt es an der Grenze Kufstein/Kiefersfelden Blockabfertigungen für den Lkw-Verkehr:

Juni/Juli

August/Oktober/November

1.6.2018 

2.7.2018 

9.7.2018 

16.7.2018 

23.7.2018 

30.7.2018

16.8.2018 

27.10.2018 

2.11.2018 

5.11.2018

Bisheriger Höhepunkt: 65 Kilometer Stau 

Die Blockabfertigungen führen auf bayerischer Seite fast immer zu Rückstaus, da die A93 nur zwei Fahrspuren hat. Die rechte ist dann meistens kilometerlang von den wartenden Lkw belegt, auf der Linken findet der gesamte übrige Verkehr statt. Oft reichen diese Staus über das Inntaldreieck hinaus bis auf die A8 München-Salzburg. Am 26. April ging er sogar über 60 Kilometer bis zur Anschluss-Stelle Hofolding beziehungsweise auf der anderen Seite bis Frasdorf zurück.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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