Felssturz in Stein: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

+
Bei dem Felssturz waren am 25. Januar 2010 der Familienvater (45) und die Tochter (18) ums Leben gekommen, die Mutter (41) und der Sohn (17) überlebten schwer verletzt.

Stein - Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Felssturz auf ein bewohntes Haus in Stein a.d. Traun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen für Sicherungsmaßnahmen zuständigen Firmenmitarbeiter. Die Vorwürfe:

Lesen Sie dazu auch

Geologe: Gefahr für Felssturz war bekannt

Experte: Stahlnetz hätte Felssturz nicht verhindert

Anderen zu helfen: Das war Peter B.s Leben

Bereits Jahre vor dem Unglück seien Risse in dem Gebäude zu erkennen gewesen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein am Mittwoch. Diese “für einen Experten deutlich  sichtbaren Warnzeichen“ hätten bei Felssicherungsarbeiten in den Jahren 2007 und 2008 nicht übersehen werden dürfen, erläuterte Staatsanwalt Andreas Miller. Die Behörde ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Mann.

Bei dem Unglück waren am 25. Januar 2010 der Familienvater (45) und die Tochter (18) ums Leben gekommen, die Mutter (41) und der Sohn (17) überlebten schwer verletzt.

Als Ursache für den Felssturz ermittelte ein Gutachter Klüfte im Gestein infolge geringer Festigkeit. “Diese Klüfte dehnten sich über die Jahre hinweg aus, bis es am Unglückstag zur Ablösung mehrerer Felsblöcke mit einem Gesamtgewicht von circa 1030 Tonnen kam, die das Anwesen völlig zerstörten“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Ermittlungsbehörde ließ offen, ob sie Anklage erheben wird. Derzeit hätten die Verfahrensbeteiligten Gelegenheit zur Stellungnahme. “Danach wird über das weitere Vorgehen entschieden.“

dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser