Tödlicher Unfall vor Münchner Oper im April 2015

Todesfahrer aus Kolbermoor hatte Fahrverbot vom Arzt

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München - Ein schrecklicher Unfall ereignete sich im April 2015 vor der Münchner Oper: Ein Audi mit Rosenheimer Kennzeichen ist in eine Menschenmenge gerast - eine Fußgängerin starb!

Im April 2015 ereignete sich ein schrecklicher Unfall vor der Münchner Oper. Ein damals 24-jähriger Student, der gebürtig aus Kolbermoor stammt, fuhr mit seinem Audi RS4 aus der Tiefgarage am Max-Joseph-Platz und bog in die Maximilianstraße ein. Plötzlich erlitt er einen epileptischen Anfall, drückte dadurch das Gaspedal voll durch und erfasste dabei einen von rechts kommenden BMW am Heck. 

Dieser Aufprall stoppte den PS-Boliden jedoch nicht. Der Audi fuhr geradeaus über die Fahrbahn der Maximilianstraße und prallte dort mit der vorderen linken Fahrzeugfront gegen das hintere linke Fahrzeugeck eines auf dem Gehweg geparkten Kleintransporters. Auch diese Kollission konnte den Audi nicht stoppen.

Erst eine Betonmauer konnte den Audi stoppen

Anschließend erfasste der Audi eine 65-jährige Hausfrau aus dem Landkreis Starnberg, die den Gehweg stadtauswärts ging, frontal und überrollte sie. Zeitgleich wurde auf dem Gehweg ein 65-jähriger Münchner von dem Fahrzeug erfasst. Der Audi prallte schließlich gegen eine Betonmauer samt verglastem Geländer und kam dort endlich zum Stehen.

Die 65-jährige Frau, die unter dem Auto zum Liegen kam, wurde durch Ersthelfer gerettet, welche das Fahrzeug anhoben und sie befreiten. Sie erlitt schwere Verletzungen und musste unter laufender Reanimation durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden, wo sie kurze Zeit später an den Unfallfolgen verstarb. Der 65-jährige Münchner sowie der Unfallverursacher erlitten schwere Verletzungen und wurden durch den Rettungsdienst zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Kolbermoorer hatte sechs Stunden vor Unfall schon epileptischen Anfall

Wie nun laut Bild-Informationen herauskam, soll der damals 24-Jährige aus Kolbermoor nur wenige Stunden zuvor schon einen Epilepsie-Anfall am Steuer gehabt haben. In der Marsstraße sei er mit seinem Audi RS4 mitten auf der Fahrbahn stehen geblieben. Ein Notarzt kam, der Audifahrer kam zur ambulanten Behandlung ins Klinikum rechts der Isar. Ein Arzt habe ihm erklärt, dass wegen seiner Krankheit ein Fahrverbot gelte. Doch nur sechs Stunden nach seinem ersten Anfall setzte sich der jetzt 25-Jährige wieder ans Steuer, fuhr aus der Tiefgarage am Max-Joseph-Platz und das Unglück nahm seinen Lauf.

Donnerstag Prozessbeginn vor Münchner Amtsgericht

Am Donnerstag beginnt nun der Prozess vor dem Münchner Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft München I wirft ihm unter anderem fahrlässige Tötung vor – der Angeklagte hätte nach dem ersten Anfall nicht nochmal fahren dürfen.

Aus dem Archiv:

Schwerer Unfall vor Münchener Oper

mh

Quelle: mangfall24.de

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