Der Traum vom Weltrekord

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Gospelsänger Mano Ezoh bei einem seiner Auftritte.

Rosenheim - Vor zwei Jahren hatte Mano Ezoh die Idee: Er will mit dem größten Gospelchor einen neuen Weltrekord aufstellen. Am 15. Oktober 2011 sollen 3000 bis 5000 Menschen in der Olympiahalle auftreten.

Sein erster Traum hat sich erfüllt: Mano Ezoh leitet seit 1998 zahlreiche Projekte, vor allem in Deutschland und Österreich und singt vor großem Publikum.

Die Song-Auswahl bei Ezohs Konzerten beschränkt sich nicht auf traditionellen Gospel, wie man ihn in Kirchen in Amerika erwartet, sondern geht mit den Stilrichtungen RhythmnBlues und Pop in die moderne Richtung.

Im Vordergrund steht für ihn derzeit das Weihnachtskonzert am Freitag, 10. Dezember, im Stucksaal des Ballhauses. Dort möchte er mit "ganz normalen Menschen" auf der Bühne stehen und singen. Zur Vorbereitung bietet er am heutigen Freitag um 19 Uhr einen kostenlosen Workshop im Bürgerhaus "Miteinander" an der Ecke Lessingstraße/Pfaffenhofener Straße an.

Seit 2005 wohnt der geborene Nigerianer in Deggendorf und unterstützt seine Familie, die noch in Afrika lebt. Auf die Frage, wie seine musikalische Laufbahn begonnen habe, antwortete er, dass ihm das fast ein wenig peinlich sei. Als Kind habe er immer wieder im Schlaf gesungen, doch in der Realität hat er sich das nie getraut - bis ihn seine Mutter eines Tages mit zu einem Konzert genommen hat. Danach sang er im Alter von sechs Jahren in einer Gruppe von drei Jungen und zwei Mädchen bei einem Mann in Nigeria.

Inzwischen hat er einen eigenen Chor mit Sängern aus ganz Deutschland, die einmal im Monat zu den Proben in Deggendorf zusammenkommen. Er nennt sie "family". Denn ein Chor-Name sei ihm zu altmodisch.

Im Laufe seiner Karriere habe er Preise gewonnen, doch Geld und Gewinn seien ihm nicht so wichtig, für ihn stehe das Glück der Menschen im Vordergrund. Ezoh glaubt an Gott, aber ein wirklich kirchlicher Mensch sei er deshalb nicht. Für ihn seien Gospellieder vor allem wegen der "guten Nachricht" von großer Bedeutung, es müssten nicht immer die Wörter "Jesus" oder "Gott" darin vorkommen.

Wer noch teilnehmen möchte (wir hatten bereits berichtet), kann sich unter der E-Mail-Adresse "info@totalpraise. de" anmelden; Name und "Stadt Rosenheim" angeben.

lb/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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