So lief "Traunstein wimmelt"

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Ein wildes Motiv beim "Wimmelbild" waren die Orks.
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Traunstein - Stefan Kohler ist heilfroh, dass der Rekordversuch für das größte "Wimmelbild" der Welt endlich hinter ihm liegt. "Wir sind komplett platt", so einer der Initiatoren des Projekts.

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Erst im Februar hatten sich die drei Jungunternehmer der Traunsteiner Firma "Kamerakind" dazu entschlossen, dass größte "Wimmelbild" der Welt auf dem Stadtplatz entstehen zu lassen. Und am vergangenen Sonntag wares nun endlich soweit. Mit der Hilfe von rund 450 Statisten und der Unterstützung des international bekannten Fotografen Benjamin Von Wong arbeiteten die Beteiligten von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang an der Verwirklichung des Projekts. Für alle Beteiligten eine wahre Herkules-Aufgabe. Wir haben jetzt mit einem der Initiatoren der Aktion, Stefan Kohler, über den Rekordversuch gesprochen:

Bilder von "Traunstein wimmelt"

Wie ist der Tag aus Ihrer Sicht gelaufen?

Es ging alles erstaunlich gut, auch wenn es ein wahnsinniges Chaos war. Damit hatten wir nach dem ersten Durchlauf am Samstag gar nicht gerechnet. Da ist nämlich so gut wie alles schiefgelaufen.

Mit welchen Problemen hatten Sie am meisten zu kämpfen?

Das ging schon los bei dem Briefing der Statisten im Vorfeld. Wir mussten dazu 450 E-Mails an alle Teilnehmer schicken. Allein das hat schon fast acht Stunden gedauert. Und dann kamen natürlich auch zahlreiche Rückfragen. Wir haben das alles zwar vorher schon bedacht, aber das Ausmaß des ganzen dann trotzdem brachial zu spüren bekommen. Man muss bei so einer Aktion wirklich viel mit Zahlen jonglieren.

Haben Sie damit gerechnet, dass so viele Leute bei dem Rekord mitmachen?

Wir haben schon damit gerechnet, dass es hohe Wellen schlägt. Sowas spricht sich ja schnell herum. Allerdings war es doch überraschend, wie viele Leute auf einmal mitmachen wollten. Wir mussten sogar irgendwann die Anmeldung schließen, weil soviele Anfragen kamen.

Wann und wo wird das Endprodukt zu sehen sein?

Wir brauchen bestimmt noch sechs Wochen, um die ganzen Fotos zu sortieren. Wann und wo das endgültige "Wimmelbild" dann präsentiert wird, ist noch offen. Wir würden es aber gerne zuerst den Mitwirkenden zeigen, bevor wir es der Öffentlichkeit präsentieren.

Werden Sie den Rekordversuch beim Guiness-Buch anmelden?

Auch das ist noch nicht geklärt. Wir müssten dafür einen neuen Rekord anlegen lassen, weil es noch keinen Bestehenden in dieser Kategorie gibt. Und die Kosten dafür liegen im fünfstelligen Bereich. Daher werden wir uns das erstmal durch den Kopf gehen lassen.

Gibt es denn eine Möglichkeit, mit dem Bild auch Geld zu machen?

Mit Sicherheit ließe sich damit Geld verdienen. Allerdings wollen wir das "Wimmelbild" auf jeden Fall für die Öffentlichkeit im Internet frei zugänglich machen. Das macht es natürlich schwierig, dass man da noch etwas herausziehen kann.

Würden Sie so eine Aktion nochmal machen?

Ich bin gestern Abend wieder über den Stadtplatz gegangen und hab so bei mir gedacht: "Ein Nachtgewimmel wäre doch auch mal eine Idee." Oder vielleicht hat auch eine andere Stadt Interesse an so einer Aktion.

Aber war es nicht unglaublich viel Stress?

Das auf jeden Fall. Wir sind auch alle noch komplett platt. Aber ich will trotzdem nicht ausschließen, dass wir sowas vielleicht wieder machen. Ich brauch das allerdings auch nicht dauernd.

In Traunstein wimmelt's, Teil 1

In Traunstein wimmelt's, Teil 2

Quelle: chiemgau24.de

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