Triumphales Ergebnis für CSU-Kreisverband

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Sie Siegerin beglückwünscht die Gründungsväter der "Baby-Union" Florian Ludwig (links), der sich seiner doppelten Vaterschaft erfreut, und Maximilian Haimmerer zum Nachwuchs.

Rosenheim - Nur strahlende Gesichter gab es auf der Kreisvertreterversammlung des CSU-Kreisverbandes Rosenheim-Stadt: Gabriele Bauer wurde wiedergewählt und eine "Baby-Union" initiiert.

Eingeladen hatte CSU-Kreisvorsitzende Gabriele Bauer, die auf der Versammlung mit einem überzeugenden Wahlergebnis von 98,15 Prozent als Kreisvorsitzende für die nächsten zwei Jahre bestätigt wurde.

In ihrer "Kleinen Grundsatzrede", die oft von spontanen Beifall unterbrochen wurde, beleuchtete Bauer sowohl lokale und regionale Veranstaltungen als auch die bundesweiten politischen Aktivitäten, lobte und tadelte und machte letztlich deutlich, dass es nicht immer einfach sei, auch für übergeordnete Themen und Sachzwänge Verständnis bei den Bürgern zu finden.

Zwar lebe Demokratie von der pluralistischen Meinungsbildung, zu der durchaus unterschiedliche Standpunkte und Kontroversen gehören, aber wenn es um das große Ganze gehe und mangels Lösungskompetenzen der Entscheidungsträger in München und Berlin dadurch Vertrauensschwund und Politikverdrossenheit in der Bevölkerung überhand nehmen, dann habe die Politik laut Bauer ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Und knallhart postuliert CSU-Kreisvorsitzende und CSU-Präsidiumsmitglied Bauer: "Wenn von Atommeilern wie Isar I behauptet wird, dass sie nicht den Stresstest bestehen würden, dann müssen sie abgeschaltet werden." In diesem Sinne, so hörten die Versammlungsmitglieder, habe auch kürzlich der Rosenheimer Stadtrat plädiert.

Apropos Stadtrat: für dessen Arbeit fand Bauer lobende Worte hinsichtlich einer zielorientierten überfraktionellen Zusammenarbeit.

Der kleinen Grundsatzrede schlossen sich die Berichte der Kreisvorsitzenden der Frauen-Union, Uschi Maishammer, der Jungen Union, Daniel Artmann, und der Senioren-Union, Alfred Dickert, an. Alle drei Berichte zeigten, dass "an der Basis" die eigentliche partei- und gesellschaftspolitische Arbeiter geleistet werde.

Kreisschatzmeister Andreas Bensegger kommentierte seinen eigenen Kassenbericht mit den sinnigen Worten: "Schatzmeister bin ich, aber einen Schatz habe ich nicht zu verwalten, doch werde ich mich bemühen, für die kommenden Wahlen ein solides Polster vorzuhalten."

Als nächste Phase im Wahlmarathon eröffnete CSU-Geschäftsführer Christian Quandt den Wahlgang für den Kreisvorsitz und für dessen vier Stellvertreter.

Zufriedene Mitglieder bestätigten Vorstand

Da die anwesenden CSU-Mitglieder mit der Arbeit ihres bisherigen Vorstandes zufrieden waren, sahen sie keinen Anlass, personelle Änderungen vorzuschlagen. Neben Gabriele Bauer wurden auch die vier bisherigen Stellvertreter, Margarethe Fischbacher, Herbert Borrmann, Georg Soyer und Josef Gasteiger, in ihren Funktionen bestätigt, ebenso wie Andreas Bensegger als Schatzmeister sowie Gabriele Then und Andrea Lang als Schriftführerinnen.

Marginale Änderungen gab es bei der Wahl der zehn Beisitzer für den Vorstand. Zu den bisherigen und wiedergewählten Beisitzern wurden Michael Heubisch und Christian Foldenauer neu in das Gremium gewählt. Als Revisoren stehen Udo Satzger und Ernst Wunsum abermals zur Verfügung. Zuletzt wurden noch die Delegierten für den Landes- und den Bezirksparteitag gewählt.

Eine erwähnenswerte und "historische" Neuerung, die unterstreicht, dass Politik nicht immer tierisch ernst sein muss, gab es am Schluss der Versammlung. Auf Vorschlag von Herbert Borrmann wurde neben den bestehenden CSU-Arbeitsgemeinschaften FU, JU und SEN eine weitere Arbeitsgemeinschaft initiiert, nämlich die "Baby-Union" (BU). Ob CSU-Kreisvorsitzende Gabriele Bauer den Vorsitz übernehmen wird, blieb offen. Die glücklichen "Gründungsväter" der Baby-Union sind Florian Ludwig und Maximilian Haimmerer; sie stellten sich, symbolisch ihren "Nachwuchs" im Arm haltend, anschließend zum Fototermin der Presse.

je/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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