Weniger Niederschlag als im Sommer

Trockener Winter: Experte befürchtet nun Dürre

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Landkreis - Es war der trockenste Winter seit 1996, selbst im Sommer 2013 fiel doppelt so viel Niederschlag! Meteorologe Dominik Jung befürchtet nun ein Dürreproblem!

Heute endet nun der meteorologische Winter 2013/2014. Und es war nicht nur der mittlerweile viertmildeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881, es war auch der trockenste Winter seit 1996. Im deutschlandweiten Durchschnitt fiel 30 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel zu erwarten wäre. Das Soll ist also nur zu 70 Prozent erfüllt.

Richtig dramatisch ist es allerdings in Teilen Ost- und Südostdeutschlands. Im bayerischen Straubing fielen diesen Winter nur 30 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen, in Leipzig, Erfurt und Dresden war es nur die Hälfte. Selbst auf den niederschlagsverwöhnten Bergen fiel viel zu wenig Niederschlag. Die Zugspitze und der Fichtelberg im Erzgebirge haben jeweils nur 45 Prozent des Durchschnittsniederschlags abbekommen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Auch wird dieses Jahr das sonst übliche Schmelzwasser fehlen. Wo kein Niederschlag in Form von Schnee gefallen ist, da kann natürlich im Frühjahr auch keiner abtauen. Etliche Talsperren melden bereits jetzt Ebbe im Becken. Teilweise sind sie nur zur Hälfte gefüllt, normalerweise wären sie zu dieser Jahreszeit prall gefüllt.

Es fiel in diesem Winter nur knapp halb so viel Niederschlag wie im gesamten Sommer 2013. Selbst im extrem heißen Jahrhundertsommer 2003 fiel mehr Niederschlag als in diesem Winter! 

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So sind die Aussichten für unsere Region

Große Regenmengen sind auch in den kommenden 14 Tagen nicht in Sicht. Nach Aschermittwoch nimmt der Frühling zudem an Fahrt auf. Es stellt sich dann wahrscheinlich eine längere Trockenphase ein. Die Temperaturen steigen dabei auf über 15 Grad, regional sind dann sogar am zweiten Märzwochenende Spitzenwerte bis 20 Grad möglich.

Leere Talsperren dürften wir aber auch bald in Sachen Energie zu spüren bekommen. Erste Talsperren mussten bereits die Stromproduktion herunterschrauben, weil einfach nicht genug Wasser vorhanden ist. Auch zahlreiche Flüsse melden schon jetzt Niedrigwasser - ein Zustand, der normal erst in den Sommermonaten zu erwarten ist!

Der Niederschlagstrend für den Zeitraum 8. bis 16. März lässt nichts Gutes erahnen: Die Trockenheit scheint nach aktuellem Stand auch im März weiterzugehen. "Sollte das Frühjahr so trocken und warm bleiben, dann könnte sich daraus in der Tat ein Dürreproblem entwickeln“, warnt Dominik Jung.

Pressemitteilung Dominik Jung (Diplom-Meteorologe und Klimaexperte beim Wetterportal wetter.net)

Quelle: rosenheim24.de

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