Fitness-Experte gibt Tipps

Großer Facebook-Hype: "Plank Challenge"

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Unser sportlicher Volontär Xaver Eichstädter zeigt im Video, wie der Plank richtig funktioniert und worauf man achten sollte.
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Es ist aktuell der große Hype auf Facebook: Die "30 Tage - Plank Challenge". Rund 580.000 Nutzer wollen im Februar an der Challenge teilnehmen. Darum geht es dabei:

Was soll diese Challenge?

Ins Leben gerufen hat die Facebook-Challenge der Wiener Sportwissenschaftler und Lehrer Daniel Malik. Plötzlich, fast "über Nacht", haben sich seit dem 7. Januar über eine halbe Million Facebook-Nutzer für die Challenge angemeldet und damit zugesagt, dass sie daheim mittrainieren wollen. Ein viraler Hype auf Facebook! Einen noch größeren Erfolg hatte zuletzt auf Facebook wohl nur die "Ice Bucket Challenge".

Innerhalb von 30 Tagen soll bis Anfang März nun Schritt für Schritt die Intensität der Übung gesteigert werden, von anfangs 20 Sekunden auf über vier Minuten.

Warum "planken"?

Diese Sportübung ist natürlich nicht neu, aber offenbar traf Malik mit seinem Aufruf genau den richtigen Nerv zum Jahresanfang, als viele sportliche Vorsätze in die Tat umsetzen wollten. Kurioserweise gab es 2011 bereits einen ähnlichen Internettrend, das Planking, jedoch gänzlich ohne Fitnesscharakter. Dabei ließen sich Menschen dabei fotografieren, wie sie steif auf dem Bauch liegend nach unten schauten - und das an möglichst an kuriosen Orten.

Video-Tutorial: Wir zeigen, wie die Übung richtig geht

Unser sportlicher Volontär Xaver Eichstädter hat sich spontan eine Jogginghose angezogen und in unserem Büro vorgeturnt. Er zeigt in dem Video, auf was man bei der Fitnessübung achten sollte:

Was sagt ein Fitnessexperte zu der Übung?

Unsere Redaktion fragte außerdem bei Marcel Andrä, Diplom-Sportwissenschaftler und Geschäftsführer des "Quest Clubs" in Kolbermoor nach, was er von der Facebook-Challenge hält: "Zunächst finde ich es immer positiv, wenn Menschen sich bewegen oder motivieren lassen, aktiv zu werden", so Andrä. Jedoch sollten ganz besonders Untrainierte bei der Übung auf die korrekte Körperhaltung achten, um das Verletzungsrisiko zu minimieren und wirklich einen Trainingseffekt zu erzielen, rät Andrä. 

Marcel Andrä vom "Quest Club" hat als Fitness-Experte eine klare Meinung und Tipps zur "Plank-Challenge"

"Qualität geht vor Quantität", weiß der Fitness-Experte. Entscheidend sei, dass die "neutrale Position der Lendenwirbelsäule aufrecht gehalten werde", so Andrä. Das heißt: Weder darf man bei der Übung ein Hohlkreuz machen, noch darf der Rücken einen Buckel bilden, vielmehr soll der Körper zu einem Brett versteift werden. Ähnlich wie beim Liegestütz berühren die Zehnspitzen den Boden und man stellt sich vorne auf Handgelenk und Ellenbogen auf.

Wenn man diese gerade Position nicht mehr halten kann, solle die Übung umgehend abgebrochen werden, rät Marcel Andrä. Das gelte auch, "wenn die Vorgabe aus der Plank-Challenge unterschritten ist", also die zeitliche Zielmarke für den Tag (am Ende des Monats sollen über 270 Sekunden erreicht werden).

Fortgeschrittene sollten die Übung unbedingt variieren: "Zu Beginn arbeitet man mit zwei stabilen Fixpunkten - Ellbogen und Füße. Später kann man die Auflageflächen verringern, indem ein Arm und/oder ein Bein angehoben wird", erklärt der Sportwissenschaftler Andrä.

Abschließend kann der Geschäftsführer vom Quest Club die Übung nur empfehlen: "Planks, richtig ausgeführt und in unterschiedlichen Varianten, eignen sich um eine entsprechende Stabilisierung des Rumpfes zu erzielen und die Wirbelsäule zu schützen. Ein Plank ist keine isolierte Bauchmuskel-Übung, vielmehr ein Ganzkörper-Training." 

sl/ro24, xe/ro24, mg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

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