"Ich bin auf dieses Geld angewiesen"

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Waldkraiburg - Bei einem Umzug verlor eine 70-jährige Frau ein Couvert mit einem Großteil ihrer Ersparnisse, mit über 10.000 Euro. Ein schwerer Schlag, bei einer Rente von 685 Euro.

Elfriede W. (Name von der Redaktion geändert) hat eine schwere Zeit hinter sich. Viele Jahre lang mobilisierte sie ihre letzten Kräfte, um ihren schwerst pflegebedürftigen Vater zu betreuen. Bis heute hat sie sich nach dessen Tod im April nicht wieder richtig erholt. "Ich bin zermürbt", sagt die 70-jährige Frau, die jetzt ein neues Unglück verkraften muss: Beim Umzug in eine kleinere und billigere Wohnung im Nachbarhaus ist ein Couvert mit einem Großteil ihrer Ersparnisse verschwunden: mehr als 10.000 Euro, die sie seitdem verzweifelt sucht.

Wieso hatte sie soviel Geld daheim?

Seit Anfang des Jahres habe sie Erspartes zu Hause gesammelt und in einer Schrankwand deponiert, berichtet sie. Dazu kam eine Summe, die sie von ihrem Vater erbte. Warum sie so viel Geld daheim aufbewahrte? Sie habe das Geld ja anlegen wollen, aber noch keine Entscheidung treffen können, sagt die Waldkraiburgerin. Außerdem habe sie in der nächsten Zeit eine Reihe von Ausgaben erwartet, wegen der Haushaltsauflösung und des Umzugs, weil Arztrechnungen zu begleichen waren, und sie einen Gebrauchtwagen kaufen wollte.

Jetzt ist das ganze Geld weg, ohne auch nur eine der Anschaffungen gemacht oder Rechnungen bezahlt zu haben. Ein schwerer Schlag für jemanden, der eine monatliche Rente von 685 Euro bekommt . "Ich bin auf dieses Geld für meinen Lebensunterhalt angewiesen."

Der Umschlag lag in einem Wäschekorb

W. ist sicher, das Geld, das in einem blauen Couvert mit der Aufschrift Volksbank steckte, am 29. Oktober, am Tag, an dem der Umzug begann, an sich genommen und in einen Wäschekorb gesteckt zu haben. Vier Tage später, am 2. November, habe sie den Verlust des Geldes bemerkt. Was dazwischen passierte, ist unklar. Ob sie es noch einmal an sich genommen und dann verloren hat? Ob es jemand gestohlen hat? Auch die Polizei hat Elfriede W. eingeschaltet. Doch der fehlen konkrete Anhaltspunkte für Ermittlungen.

Bitte um Hilfe

Beide Wohnungen habe sie durchwühlt, erzählt die 70-Jährige. Ohne Erfolg. In ihrer Verzweiflung wandte sie sich an die Zeitung, in der Hoffnung, das Geld könnte doch noch gefunden oder von einem Menschen, den ihre Not bewegt, im Fundamt abgegeben werden.

hg/Waldkraiburger Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © pa

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