Überschwemmungsgebiet deutlich kleiner

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Gesichert durch den höheren Damm sind bis dato die grün gekennzeichneten Gebiete südlich der Mangfall. Die Vorkehrungen, um Rosenheim flächendeckend, also auch die blauen Bereiche, vor Hochwasser zu schützen, werden in den nächsten Jahren fortgeführt.

Rosenheim - Die Anstrengungen von Wasserwirtschaftsamt und Stadt Rosenheim zahlen sich aus. Das Mangfall-Überschwemmungsgebiet ist durch die Hochwasserschutzmaßnahmen deutlich kleiner geworden.

Rosenheim war als Stadt an den Flüssen in seiner Geschichte immer wieder vom Hochwasser betroffen - und dies besonders an der Mangfall. Seit mehreren Jahren werden deswegen die Deiche an der Mangfall Schritt für Schritt verbessert.

2004 noch hatte der Freistaat Bayern und damit das Wasserwirtschaftsamt ein Modell erarbeitet, das das Überschwemmungsgebiet der Mangfall in der Stadt Rosenheim bei einem hundertjährlichen Hochwasser darstellt. Dazu wurden Luftaufnahmen mit Bezugspunkten versehen, die dann zu einem 3D-Modell führten, das Höhenprofil und Geländebeschaffenheit rund um Mangfall und Inn darstellte. Diese dienten als Rechengrundlage, um mit dem Computer Abflüsse und damit bestimmte Hochwasserszenarien zu errechnen.

Das Ergebnis ergab damals ein erhebliches Risikogebiet. Dieses erstreckte sich im Stadtgebiet von Wehrfleck und Erlenau im Norden über die komplette Innenstadt bis zum Aicherpark im Westen und den Stadtteil Kaltwies im Süden.

"Leider zeigen Erfahrungen, dass die Computerprognosen sehr genau sind. Die Berechnungen der Modelle spiegelten sich bei Überschwemmungen in anderen Städten fast 1:1 wieder", erklärte Gerald Gaida vom Umweltamt gestern zur Zuverlässigkeit der Szenarien.

Nachdem jetzt mehrere Bauabschnitte fertiggestellt sind, ergab eine neue Simulationsberechnung, dass das Überschwemmungsgebiet inzwischen erheblich kleiner geworden ist. "Im Wesentlichen liegen große Teile der Aisingerwies heute nicht mehr im Überschwemmungsgebiet", ist man bei Stadtverwaltung und Wasserwirtschaftsamt froh.

In den nächsten Jahren sollen die Bemühungen fortgesetzt werden, so dass nach der Fertigstellung weiterer Bauabschnitte Rosenheim voraussichtlich in einigen Jahren flächendeckend vor Hochwasser geschützt ist Die vorläufige Sicherung mit einer Karte des daraus resultierenden, neu ermittelten Überschwemmungsgebiets ist auf der Homepage der Stadt unter www.rosenheim.de mit dem Stichwort "Überschwemmungsgebiet" eingestellt und kann im Umweltamt eingesehen werden. Weitere Informationen erteilen Gerald Gaida vom Umweltamt, Königstraße 15, unter Telefon 365 18 68 sowie das Wasserwirtschaftsamt unter der Telefonnummer 3 05 01.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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