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Kettensägen-Angreifer Franz W. ist gefasst!

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A99: THW lädt 20 Tonnen Schinken um

Haar - Am Sonntagmorgen gegen 7.15 Uhr touchierte ein Sattelzug im Gemeindebereich Haar die Leitplanke der A99 und kippte um. Die Einsatzkräfte des THW hatten wahrlich alle Hände voll zu tun:

UPDATE 13 Uhr:

Am 22.03.15, gegen 07.10 Uhr, war ein 50-jähriger, ungarischer Fahrer eines Sattelzuges auf der BAB A 99, Richtung Salzburg, unterwegs. Laut eigenen Angaben war er kurz vor der Anschlussstelle München-Haar kurz eingeschlafen. In der Folge kam er mit dem Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn ab und kippte an der dortigen Leitplanke nach rechts um. 

Zunächst konnte der Lkw-Fahrer die auf der Seite liegende Führerkabine nicht verlassen. Erst durch das beherzte Eingreifen eines Ersthelfers, der die Windschutzscheibe mit einem Hammer zertrümmerte, konnte er unverletzt seinen Arbeitsplatz verlassen. Da der Fahrer am Steuer eingeschlafen war, musste die Autobahnpolizei Hohenbrunn gegen ihn ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs wegen Übermüdung einleiten. Außerdem muss sich der Brummifahrer wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten, weil er nicht berechtigt war in Deutschland einen Lkw zu führen. 

Lkw kippt um - 20 Tonnen Schinken werden umgeladen

Da aus dem Unfallfahrzeug ca. 200 Liter Diesel ins Erdreich gelaufen ist, wird auch wegen fahrlässiger Bodenverunreinigung ermittelt. Ob der Fahrer die Lenk- und Ruhezeiten eingehalten hat, muss noch ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung an. Durch das Abkommen von der Fahrbahn waren alle drei Fahrstreifen stark mit Erdreich und größeren Steinen verschmutzt. Beim Vorbeifahren an der Unfallstelle wurde der Pkw eines 32-jährigen aus Freising durch einen Steinschlag am vorderen Kotflügel leicht beschädigt. Die Autobahnmeisterei beziffert den Schaden an der Leitplanke und den Flurschaden auf ca. 6000 Euro. Am Sattelzug dürfte Totalschaden, in Höhe von ca. 45.000 Euro, entstanden sein. 

Für die Absicherung, Säuberung und Räumung der Unfallstelle und technische Hilfeleistung waren neben der Feuerwehr auch die Autobahnmeisterei Hohenbrunn eingesetzt. Der Sattelzug hatte ca. 20 Tonnen Schinken geladen, der durch Kräfte des Technischen Hilfswerkes umgeladen werden musste. Bis zur Bergung des Sattelzuges mit schwerem Gerät stand für den fließenden Verkehr teilweise nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Behinderungen dauerten bis in den Nachmittag. Das Wasserwirtschaftsamt ordnete an, dass das kontaminierte Erdreich fachmännisch abgetragen werden muss.

Erstmeldung 9.20 Uhr

Der 50 Jahre alte Kraftfahrer aus Ungarn blieb unverletzt, musste jedoch durch Ersthelfer aus dem Führerhaus befreit werden. 

Der Sachschaden wird auf ca. 45.000 Euro geschätzt. Im Bereich der Unfallstelle mussten wegen den enormen Verschmutzungen der Fahrbahn der rechte und der mittlere Fahrstreifen gesperrt werden. Die Feuerwehr München und die Autobahnmeisterei sichern die Unfallstelle und leiten den Verkehr über den linken Fahrstreifen vorbei. Bisher kommt es zu keinen nennenswerten Stauungen. 

Für die Bergung des Sattelzuges wird nun Spezialgerät benötigt - zunächst müssen jedoch 20 Tonnen Schinken umgeladen werden, die der Fahrer nach Italien hätte liefern sollen. Die Sperrung der Fahrstreifen wird sich somit wohl noch bis in die Mittagsstunden hin ziehen.

Pressemitteilung Autobahnpolizeistation Hohenbrunn

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Gaulke

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