Mit der Rosenheimer Polizei auf Streife

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Rosenheim - Eine hitzige Diskussion: Ist Rosenheim noch sicher? Wir haben mit dem Leiter der Rosenheimer Polizei gesprochen und sind mit auf Streife gegangen.

Michael Spessa, Polizeihauptmeister, 12 Jahre im Dienst, und Florian Mühlbauer, Polizeiobermeister, im Dienst seit 2008, sind Streifenpolizisten der Inspektion Rosenheim. Ihr Schichtdienst führt sie auf die Straßen der Stadt, nicht selten auch am Wochenende. Wir waren in der Nacht von Freitag auf Samstag mit den Beiden auf Streife.

Der Streifendienst beginnt um ca. 18.30 Uhr, der Dienst wird vom Vorgänger übernommen. Die Ausrüstung wird überprüft und das Dienstfahrzeug beladen. Die beiden Polizisten melden sich in der Dienststelle ab, steigen in ihren Dienstwagen ein.

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Das ist der Anfang der 12-stündigen Schicht für die Beamten. Laut Michael Spessa, an diesem Abend Beifahrer auf Streife, habe sich in der letzten Zeit keine Verschlechterung der aktuellen Lage ergeben. Er habe kein Problem damit, seine eigene Frau am Wochenende in Rosenheim weggehen zu lassen. Deshalb sehe er die Rosenheimer Polizei auch nicht unterbesetzt. Selbstverständlich hätte man nichts gegen ein paar neue Kollegen, aber eben nicht aus Gründen der Unterbesetzung, sondern vielmehr um "sich selbst den Rücken frei zu halten". "Sollte es wirklich einmal hart auf hart kommen", so der Polizeihauptmeister, " werden innerhalb kürzester Zeit Kräfte aus den umliegenden Gegenden hierher nach Rosenheim beordert." Und auch bei Großereignissen wie der Wiesn sei man auf jeden Fall gut aufgestellt, den Kollegen von der Bundespolizei sei Dank.

Meldung über eine vermeintliche Schlägerei nach dem Eishockeyspiel. Vier Fahrzeuge der Polizei aber kein Verdächtiger vor Ort. Wohl eine Falschmeldung. Zurück zum Streifendienst.

Meldung einer Ruhestörung in Pang. Nachbarn beschweren sich über zu laute Geburtstagsfeier. Ruhig und überlegt wird die Situation geklärt. Zurück zum Streifendienst. 

Im Stadtgebiet seien auf jeden Fall drei bis vier Einsatzwagen zu jeder Tages- und Nachtzeit verfügbar. Bei Veranstaltungen und am Wochenende auch dementsprechend mehr Präsenz mit ausreichend Reserven vor Ort. Die Videoüberwachung der neuralgischen Punkte befürwortet der Polizist. Man könne dabei stets Ansammlungen und mögliche Krisenherde im Auge behalten und gegebenenfalls agieren, anstatt wie meist nur reagieren.

Routinekontrolle eines Fahrzeugs. Führerschein und Fahrzeugpapiere. Alkoholtest beim Fahrzeuglenker. Ein Bier. Das Fahrzeug kann weiterfahren. 

Dem Alkohol spricht der Familienvater in der aktuellen Diskussion jedoch nur eine untergeordnete Rolle zu. "Natürlich ist jemand, wenn er angetrunken ist, enthemmter!" Wenn jemand aber mit dem ausdrücklichen Vorsatz Gewalt auszuüben auf die Straße trete, dann brauche er dafür auch keinen Alkohol. Die Motivation der Täter, warum die Gewaltbereitschaft zunimmt, das sei die interessantere Frage. 

Neben einem Fall von Körperverletzung waren in der Nacht auf Samstag nur leichtere Verstöße wie zum Beispiel Ruhestörung zu verzeichnen. "Eine durchschnittliche Nacht", so Spessa. 

Quelle: rosenheim24.de

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