Kindesentziehung: Urteil gefallen

Salzburg/Unterwössen – Am Donnerstagabend ist im Prozess um eine Kindesentziehung, die in Unterwössen ein glückliches Ende fand, das Urteil gefallen:

Zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung wurde die 33-Jährige Angeklagte aus Tirol verurteilt. Sie wurde sowohl aufgrund der Kindesentziehung des Babys Nora als auch wegen Veruntreuung und Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Zusätzlich zu der Haftstrafe, muss sie 70.000 Euro Wiedergutmachung an ihren früheren Arbeitgeber zahlen.

Außerdem muss sie eine sechsmonatige Haftstrafe aus einem früheren Verfahren, die zur Bewährung ausgesetzt worden war, nun verbüßen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bereits zum Prozessauftakt im April 2011 hatte die Frau die Tat gestanden. Sie wurde nicht wegen Kindesentführung angeklagt, sondern wegen Kindesentziehung, da keine Erpressung im Spiel war. Bei Kindesentziehung drohen maximal drei Jahre Haft.

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Aufgrund der vollen Schuldfähigkeit konnte die 33-Jährige nicht auf mildernde Umstände wegen einer seelischen Krankheit hoffen. Das für das Strafmaß mitentscheidende Gutachten der Psychiaterin hatte nach Prozessbeginn zu einer Unterbrechung bis Anfang dieses Jahres geführt. Die Verteidigung zweifelte die Aussage der Expertin an. Dennoch bescheinigte die Gutachterin der Angeklagten am Mittwoch erneut die volle Schuldfähigkeit. 

red

Quelle: chiemgau24.de

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