User erhebt Vorwürfe nach Radunfall

  • schließen

Stephanskirchen - Nach dem schweren Radunfall am Schloßberg, erhebt ein User nun schwere Vorwürfe: Der Radweg sei zu schmal und die Autofahrer rücksichtslos. Das sagt der Bürgermeister:

Am Fuße des Schloßbergs kam es am Donnerstagnachmittag zu einem schweren Radunfall: Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der 76-jährige Stephanskirchener mit seinem Fahrrad den Schloßberg runtergefahren und auf Höhe der Kreuzung ohne Fremdeinwirkung gestürzt. "Sein Zustand ist weiterhin kritisch", erklärte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier am Freitagmorgen.

Ein User von rosenheim24.de erhebt nun aber schwere Vorwürfe: "Die Auffahrt auf den Brückenradweg ist viel zu schmal und steil gestaltet. Auch der Radweg und der Bürgersteig auf der Brücke ist viel zu schmal und dürfte nicht die Mindest-Normen erfüllen." Rainer Auer, Bürgermeister in Stephanskirchen, kennt die Probleme in diesem Bereich und meint dazu: "Im Frühjahr wird eine Verkehrszählung an dieser Stelle durchgeführt. Danach werden wir entscheiden, was getan werden kann."

Auch die Option unseres Lesers, die Innbrücke auf zwei Fahrstreifen für Autofahrer zu begrenzen und gleichzeitig den Radweg zu verbreitern, komme dabei in Betracht, so Auer. Zudem werde geprüft, ob eine der beiden Fahrspuren in Richtung Stephanskirchen in eine Busspur umgewandelt werden kann. "Konkrete Angaben können wir aber erst machen, wenn die Auswertungen der Verkehrszählung vorliegen." Erst dann könne man klären, "inwieweit dieser Bereich optimiert werden kann".

Er habe zudem eine Anfrage an das Landratsamt gestellt, ob Fahrradfahrer den Radweg benutzen müssen oder auch auf die Straße ausweichen können. "Bei dem Radweg besteht derzeit noch ein Zwang für die Fahrradfahrer, diesen zu benutzen. Die Frage ist, ob das so bleiben muss." Die Anfrage sei noch nicht beantwortet.

Unser User beschwert sich aber nicht nur über die baulichen Defizite in diesem Bereich. "Oft wird man dort von Autofahrern bedrängt. Aus Richtung Rohrdorf kommende Autofahrer fahren so knapp am Radweg vorbei, wenn sie links abbiegen, dass sie mit der Schnauze meist schon fast auf den Radweg kommen." Bürgermeister Auer weiß aber um die "unterschiedlichen Sichtweisen" der Auto- und Radfahrer. "Die Vorwürfe der Fahrradfahrer sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Aber auch Radfahrer benehmen sich hier oft wie die Axt im Walde."

Um dem entgegenzuwirken schlägt der Leser "mehr Polizei-Kontrollen" vor. Dadurch solle geprüft werden, "ob sich an dieser Kreuzung Autofahrer rücksichtslos verhalten". Von Seiten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gab es dazu keine Stellungnahme.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser