Unfallfahrer wohl am Steuer eingeschlafen

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Vaterstetten - Zu einem schweren Lkw-Unfall kam es am frühen Morgen auf der A99 in der Nähe der Rastanlage. Die Lastwagen waren extrem ineinander verkeilt. Es gab lange Staus:

UPDATE 11.00 Uhr

Großes Glück hatte am Morgen der Fahrer eines Lkw, der auf einen vorausfahrenden 40 Tonner aufgefahren war. Obwohl sich das Heck des mit Mais beladenen Schwerfahrzeugs bis zur Hälfte in das Führerhaus des Auffahrers bohrte, war der Mann während der ganzen Rettungsaktion ansprechbar. Offenbar beschränkten sich die Verletzungen auf den Beinbereich. Weil der Mann mit den Beinen unter dem weit herabgedrückten Armaturenbrett eingeklemmt war, gestaltete sich der Einsatz äußerst schwierig.

Schwerer Lkw-Unfall auf A99

Obwohl mit mehreren hydraulischen Rettungssätzen (Spreizer, Schere) und Spezialgeräten gearbeitet wurde, gelang es erst nach Anheben des Aufliegers mittels eines 50-Tonnen-Krans, den Verletzten kurz nach 7.30 Uhr zu befreiten. Im Einsatz waren die Feuerwehren Haar, Vaterstetten sowie die Berufsfeuerwehr. Während des Kraneinsatzes musste die A99 in Richtung Nürnberg für zwei Stunden komplett gesperrt werden. Es entwickelte sich ein Rückstau im einsetzenden Berufsverkehr von weit über 10 Kilometern.

UPDATE 10.15 Uhr

Weitere Ermittlungen und Einlassungen des Lkw-Fahrers aus München ergaben nun, dass dieser wohl eingeschlafen sei und auf den bereits auf der Hauptfahrbahn fahrenden Sattelzug aufgefahren sei. Die Bergungsmaßnahmen gestalteten sich extrem schwer, da beide Fahrzeuge ineinander verkeilt waren. Letztendlich konnte der Fahrer des auffahrenden Lkw erst nach drei Stunden aus dem Fahrzeug geborgen und mit schweren Verletzungen in ein Münchener Krankenhaus gebracht werden.

Aufgrund des Berufsverkehrs kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Rückstau bis zu 10 Kilometern. Momentan ist die Unfallstelle auf zwei Fahrspuren passierbar. Es wird noch ca. zwei Stunden bis zur vollständigen Freigabe der Unfallstelle dauern. An den beteiligten Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von etwa 25.000 Euro.

UPDATE 9.50 Uhr

Laut Verkehrsmeldungen wurde zwischenzeitlich die Unfallstelle geräumt. Verkehrsbehinderungen sollen nicht mehr bestehen.

UPDATE 8.25 Uhr

SERVICE:

Verkehrsmeldungen

Aufgrund des schweren Lkw-Unfall auf der A99 zwischen den Anschlussstellen Haar und Kreuz München-Ost hat sich inzwischen ein Rückstau von gut vier Kilometern gebildet. Es sind momentan drei Fahrstreifen gesperrt; der Verkehr wird an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Die Situation soll noch mindestens eine Stunde andauern. Es wird empfohlen, den Unfall über die A99 Haar zu umfahren.

Erstmeldung, 6.50 Uhr

Am Montag, 8. Dezember, kam es auf der A99, Fahrtrichtung Nürnberg, zu einem schweren Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten Person. Gegen 4 Uhr fuhr ein 43-jähriger Fahrer mit seinem rumänischen Sattelzug aus dem Bereich der Tankrastanlage Vaterstetten auf die Hauptfahrbahn ein. Dabei übersah er einen, von hinten herannahenden Lkw (12 Tonnen) aus München. Der Lkw fuhr frontal auf den Sattelauflieger, dessen Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt.

Momentan laufen die Bergungs- und Rettungsarbeiten. Über das Ausmaß der Verletzungen des Lkw-Fahrers ist bis dato nichts bekannt. Der Sattelzugfahrer wurde leicht verletzt. Momentan kommt es zu erheblichen Stauungen, da eine Vollsperrung in Richtung Nürnberg eingerichtet wurde.

Pressemeldung APS Hohenbrunn

Quelle: rosenheim24.de

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