Verband: Lohnlücke in Bayern fast geschlossen

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München - Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern soll in Bayern in bestimmten Bereichen schon fast geschlossen sein. Zu diesem Ergebnis kommt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) in München in einer Studie.

Der Bruttostundenverdienst der Frauen liegt danach bundesweit durchschnittlich 13 Prozent unter dem der Männer. In Bayern seien es nur 11 Prozent. Im Frühjahr habe das Statistische Bundesamt noch vermeldet, Männer verdienten 23 Prozent mehr.

“Das überraschendste Ergebnis war für mich, dass für Frauen ohne Kinder oder mit einer kurzen Babypause keine Lohnunterschiede bestehen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der vbw, Bertram Brossardt, der "Welt am Sonntag". “Die Lücke zwischen Männern von 25 bis 35 Jahren und Frauen in diesem Alter beträgt gerade noch zwei Prozent.“

Dass es in bestimmten Bereichen noch unterschiedliche Bezahlung gibt, erklärte Brossardt wie folgt: Zum Einen sei der durchschnittliche Bildungsgrad der Männer noch höher. Dann unterbrächen Frauen wegen Erziehungs- und Pflegearbeit deutlich öfter ihre Erwerbstätigkeit, hätten dadurch weniger Berufserfahrung. Drittens tendierten Frauen bei der Branchen- und Berufswahl immer noch zu Tätigkeiten, die schlechter bezahlt seien.

In der vbw-Studie wird die Bezahlung von Männern und Frauen verglichen, die die gleiche Qualifikation oder die gleiche Berufserfahrung vorweisen und in derselben Branche arbeiten. In der bereinigten Fassung würden laut Zeitungsbericht nur Frauen im erwerbsmäßigen Alter von 15 bis 65 Jahren berücksichtigt. Die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hingegen gingen vom allgemeinen Durchschnittsverdienst aller Männer und Frauen aus.

dpa

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