Verkehrssteuerung für Inntalautobahn

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Den Lärmschutz für Oberaudorf verbessern: (von links) die Rosenheimer CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner, Annemarie Biechl, Staatsminister Joachim Herrmann und Oberaudorfs Bürgermeister Hubert Wildgruber.

Rosenheim - Auf Drängen der CSU-Landtagsabgeordneten Annemarie Biechl fand im Landtag kürzlich ein Gespräch mit Innenminister Joachim Herrmann zum Thema Lärmschutz für die Anwohner der Inntal-Autobahn A93 statt.

Besonders die Belange der Gemeinde Oberaudorf standen im Fokus des Treffens, zu dem auch Bürgermeister Hubert Wildgruber hinzukam.

Innenminister Herrmann verwies darauf, dass die bevorstehende Erneuerung der Richtungsfahrbahn Kufstein-Rosenheim durch den Einsatz eines leisen Fahrbahnbelages zu einer deutlichen Lärmreduzierung beitragen werde. Außerdem sei geplant, die vorhandenen Lärmschutzanlagen im Bereich Oberaudorf mit einem Kostenaufwand von rund drei Millionen Euro erheblich auszubauen. Des Weiteren habe sein Ministerium beim Bund bereits die Aufnahme einer elektronischen Verkehrsbeeinflussungsanlage auf der Inntalautobahn in das bundesweite Programm beantragt. Durch diese könnte die Geschwindigkeit auf der A 93 - je nach Verkehrsaufkommen - flexibel reguliert werden.

Die Abgeordneten Biechl und Stöttner zeigten sich mit dem Ergebnis des Gesprächs zufrieden. "Wichtig ist, dass wir für die Betroffenen eine schrittweise Reduzierung der Lärmbelästigung erreichen", so ihr Tenor. Es gehe jetzt darum, zeitnah intelligente Verkehrslösungen zum Einsatz zu bringen.

Auch die jüngst geäußerten Befürchtungen, der Autobahnlärm in Oberaudorf würde sich durch den Bau der österreichischen Lärmschutzwand in Erl verstärken, waren Inhalt des Gesprächs mit dem Minister.

Grund zur Besorgnis gebe es nicht, so Innenminister Herrmann, da für den Bau der Wand ein hoch lärmabsorbierendes Material verwendet wurde, das die gängigen Standards sogar übertreffe. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe sich der Oberaudorfer Bürgermeister jedoch schon vor längerer Zeit zusammen mit seiner Gemeinde für eine Vergleichsmessung entschieden. Diese werde er demnächst in Auftrag geben.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir auf dem Weg für einen besseren Lärmschutz der Menschen in Ober- und Niederaudorf einen großen Schritt weiter gekommen sind", sagte Annemarie Biechl. "Ich werde deshalb nicht nachlassen, darauf zu drängen, dass es für Ober- und Niederaudorf schon bald spürbare Fortschritte gibt."

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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