Verkehrsunfallbilanz 2013 des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Mehr Unfälle, aber weniger Tote

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Rosenheim - Die Anzahl der Unfälle hat in der Region im vergangenen Jahr zugenommen. Insgesamt kamen 2013 im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 92 Menschen ums Leben!

Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd umfasst die kreisfreie Stadt Rosenheim sowie die neun Landkreise Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Zusätzlich sind im Bereich der Stadt und des Landkreises München 50 Autobahnkilometer als Übertragungsbereich zu betreuen.

Gesamtentwicklung

Die Gesamtunfallentwicklung im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. (GRAFIK IN GRÖSSERER AUFLÖSUNG)

Auf den Straßen und öffentlichen Verkehrsflächen im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ergab sich bei der Gesamtunfallentwicklung ein Anstieg von 35.298 auf 35.697 Unfälle (+1,1%). Dies ist in erster Linie auf die Zunahme der Kleinunfälle (von 19.176 auf 19.545; +1,9%) zurückzuführen. Die Zahl der schwerwiegenden Unfälle mit Sachschaden verringerte sich geringfügig von 10.270 auf 10.241 (-0,3%). Im Bereich der Kleinunfälle sind 6.086 Wildunfälle enthalten (Vorjahr 6.332; -3,9%).

Verkehrsunfälle mit Personenschaden

Die Verkehrsunfälle mit Personenschaden im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. (GRAFIK IN GRÖSSERER AUFLÖSUNG)

Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden ergab sich ein Anstieg um 1,0% von 5.852 auf 5.911 Unfälle. Verbunden damit erhöhte sich auch die Zahl der Verletzten um 0,8% von 7.902 auf 7.963. Bei den Verkehrstoten konnte eine Abnahme der Opferzahlen von 97 auf 92 (-5,2%) registriert werden und damit der niedrigste Wert seit Einführung der Statistik.

Die Unfallstatistik im Landkreisvergleich. (GRAFIK IN GRÖSSERER AUFLÖSUNG)

 

Hauptunfallursachen

Im Bereich der Alkoholunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 573 auf 563 Unfälle (-1,7%) festzustellen. Bei den Verletzten ergibt sich hier eine Abnahme von 354 auf 310 (-12,4%), wobei sich zugleich die Zahl bei den getöteten Personen negativ entwickelte und von 11 auf 12 (+9,1%) angestiegen ist.

Bei den Geschwindigkeitsunfällen ergibt sich ein negativer Trend dahingehend, dass sich die Gesamtzahl um +1,3% (von 2.954 auf 2.991 Unfälle) und die Zahl der dabei verletzten Verkehrsteilnehmer um 2,4% (von 1.555 auf 1.593) erhöhte. Negativ ist auch die Zunahme bei den getöteten Personen von 29 auf 30 zu bewerten (+3,4%). Damit nimmt die Ursache Geschwindigkeit bei der Gesamtzahl der Getöteten mit nahezu einem Drittel wieder den Spitzenplatz ein.

Die Unfälle mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort mussten einen leichten Anstieg von 7.250 auf 7.305 (+0,8%) verbuchen.

Es ist sowohl ein Rückgang bei der Zahl unfallbeteiligter Radfahrer (von 1.815 auf 1.747 oder -3,7%) als auch bei den dabei verletzten Personen (von 1.577 auf 1.519 oder -3,7%) festzustellen. Die Anzahl der getöteten Radfahrer ist im Vergleich zum Vorjahr von 12 auf 6 (-50,0%) deutlich zurückgegangen.

Die Anzahl der bei Verkehrsunfällen beteiligten Fußgänger blieb nahezu gleich (Anstieg von 555 auf 563 oder +1,4%), wobei sich zugleich die Zahl der dabei Verletzten um 3,1% erhöhte (von 421 auf 434). Die Zahl der getöteten Fußgänger entwickelte sich positiv und reduzierte sich von 11 auf 7 (-36,4%).

Im Bereich der unfallbeteiligten motorisierten Zweiräder ergab sich insgesamt eine Zunahme um 4,0% (von 1.075 auf 1.118). Ebenfalls erhöht hat sich dabei die Zahl der Verletzten von 922 auf 951 (+3,1%). Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein gleichbleibender Stand bei den Getöteten (24; +/-0,0%). Hauptunfallursache in diesem Bereich ist nach wie vor nicht angepasste bzw. überhöhte Geschwindigkeit.

Die Zahl der Schulwegunfälle nahm gegenüber dem Vorjahr von 79 auf 85 (+7,6%) zu. Die Anzahl der dabei verletzten Schüler sank allerdings von 92 auf 87 (-5,4%). Glücklicherweise waren diese Verletzungen meist leichterer Art und es wurde auch 2013 kein Schüler bei einem Verkehrsunfall getötet.

Im Rahmen der vom Bayerischen Staatsministerium des Innern initiierten Verkehrssicherheitsaktion „Bayern mobil - Sicher ans Ziel“, deren Ziele bis zum Jahr 2020 erreicht werden sollen, wird der Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrsüberwachung weiterhin in den Bereichen Alkohol/Drogen, Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand, insbesondere auf Landstraßen, liegen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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