Vorstandschaft wurde wiedergewählt

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"Die Krüge hoch!" - Die wiedergewählte Vorstandschaft des Fördervereins Städtisches Museum präsentierte im Sonderausstellungsraum im Mittertor den neuen Keferloher-Masskrug mit dem Stadtwappen.

Rosenheim - Zufrieden erinnerte Dietmar Dambach, wiedergewählter Vorsitzender des Fördervereins Städtisches Museum, bei der Jahreshauptversammlung an die Aktionen des letzten Jahres.

Dazu gehörte auch eine "Blitzaktion" im Frühjahr 2010: Eine "konzertierte Aktion", ins Leben gerufen vom Ehrenvorsitzenden Georg Reindl, hatte dafür gesorgt, dass das "Schmuckstück Mittertor" rechtzeitig zur Eröffnung der Landesgartenschau in neuem Glanz erstrahlte.

Nach langem Hin und Her ist es auch endlich gelungen, dass Fenster und Türen im Torbogen ein einheitliches, transparentes Bild abgeben. "Jetzt ist dieser Bereich endlich in der Gegenwart angekommen", freute sich Dambach, der das bauliche Rezept in der italienischen Partnerstadt Lazise abgeschaut hat und hier so umsetzte: "Wer im Torbogen steht, muss schon quasi mit einem Fuß im Museum stehen."

78 Mitglieder zählt der "kleine, aber feine Verein" jetzt. Mit dabei ist jetzt auch Pfarrer Andreas Maria Zach von St. Nikolaus, der von Schülern des Ignaz-Günther-Gymnasiums realisierten Sonderausstellung "From Beowulf to Beatles - A Journey Through English Poetry" so begeistert war, dass der bekennende Beatles-Fan spontan beitrat.

Museumsleiter Walter Leicht berichtete vom Besucheransturm bei der Eröffnung der aktuellen Sonderausstellung "Lockruf und Tradition" zum 150. Jubiläum des Rosenheimer Herbstfestes. 175 Besucher drängten sich vormittags bei der Feierstunde am verkaufsoffenen Sonntag ins Haus, und anschließend kamen weitere 390 Besucher bei freiem Eintritt. Im Jahr 2010 besuchten an 273 Öffnungstagen 10.292 Besucher (2009: 8811) das städtische Museum, darunter 37 Schulklassen; im Vorjahr 71. Die Steigerung der Besucherzahl führte Leicht auf die Landesgartenschau zurück, ebenso den Rückgang an Schulklassen, die 2010 vorrangig die Landesgartenschau besuchten.

Freier Eintritt als Werbemaßnahme an besonderen Tagen wurde 2010 viermal angeboten: ganztägig am Stadtfeuerwehrtag, an dem 458 Besucher kamen, und am Erntedanksonntag, an dem 98 Besucher gezählt wurden. Nur nachmittags geöffnet war am nternationalen Museumstag, an dem 298 Personen kamen, und am Tag des offenen Denkmals mit 106 Interessenten - 960 Besucher an vier Tagen.

Im Museumsladen wurde mit 28.246 Euro das bislang beste Geschäftsergebnis erzielt. Wiederum die Landesgartenschau sowie vor allem der Verkauf der vom Historischen Verein herausgegebenen Stadtgeschichte waren die Faktoren für die deutliche Steigerung gegenüber 15490 Euro im Vorjahr. Damit wurde das Ergebnis von 2009 von 4056 Euro mit 9365 Euro mehr als verdoppelt. Ein weiterer Geldbringer für das Museum ist der Kartenvorverkauf. Durch den Vorverkauf für die Inntaler Bauernbühne, die Volksbühne St. Nikolaus sowie zwei Konzerte wurden 3499 Euro eingenommen.

Zwei Sonderausstellungen waren den 150-jährigen Jubiläen der Freiwilligen Feuerwehr Rosenheim und des TSV 1860 Rosenheim gewidmet, die dritte war das bereits erwähnte Pilotprojekt mit Schülern des IGG im Rahmen ihres P-Seminars Englisch 2009/2011. Für November kündigte Leicht eine Ausstellung von historischen Geräten für den Physikunterricht aus dem IGG an.

Für die wissenschaftliche Inventarisation der gut 20.000 kulturgeschichtlichen Objekte im Sammlungsbestand wurde 2010 die Software "Museum Plus" gekauft und mit Hilfe des Amtes für Informationsverarbeitung installiert. Die Landesstelle für nichtstaatliche Museen hat die Einführung durch kostenlose Mitarbeiterschulung unterstützt. Die Landesstelle als oberste Fachbehörde hat auch eine konstante finanzielle Förderung des bis voraussichtlich 2016 angelegten Projekts der Inventarisation in Aussicht gestellt. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen liefert die Inventarisation auch die Daten für eine Erfassung des Vermögenswertes, den die Sammlung darstellt.

Anlässlich des 200. Jubiläums der Eröffnung der Saline Rosenheim wurde eine Tafel am Solepumpenhaus in der Kufsteiner Straße angebracht. Unter dem Torbogen des Mittertors wurde eine entsprechende Tafel mit Informationen über die Geschichte des Gebäudes und des Museums installiert. Beide Tafeln wurden nach den gestalterischen Vorgaben des neuen Fußgängerleitsystems produziert und bieten ihre Informationen auch in Englisch an. Bei den Neuwahlen stellte sich der bisherige Vorstand wieder zur Verfügung und wurde einstimmig bestätigt. Neu im Amt als Revisor ist Lutz Grund.

Aus Anlass des 150. Jubiläums des Herbstfestes hat Museumsleiter Leicht einen Masskrug mit dem Stadtwappen auflegen lassen. "Der ist nicht aus Keramik, sondern das ist eine echter, selbstkühlender Keferloher Tonkrug", erklärte Leicht. Ab sofort ist der Krug für 18,90 Euro im Museumsladen zu haben.

hh/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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