Bauprojekt in Waldkraiburg

Die wichtigsten Fakten zum Kletterzentrum

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In Waldkraiburg baut der Mühldorfer Alpenverein ein Kletterzentrum. Derzeit entsteht der Rohbau in Holzbauweise, in dem ab Oktober die Innenkletterwände montiert werden.
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Waldkraiburg - Der Alpenverein Mühldorf baut in der Franz-Liszt-Straße eine Kletterhalle. Wer das Projekt finanziert und wann die Halle fertig wird:

Seit Januar 2013 treibt die Mühldorfer Sektion des Deutschen Alpenvereins das Bauprojekt schon voran, nun nimmt die Kletterhalle immer konkretere Formen an. Derzeit entsteht in der Franz-Liszt-Straße in Waldkraiburg der Rohbau in Holzbauweise, ab Oktober werden bereits die Innenkletterwände montiert. Läuft alles nach Plan, wird das Kletterzentrum "Raiffeisen Vertikal", so der Name des Bauwerks, bereits im März 2015 eröffnet.

Das bietet das Kletterzentrum:

Die Kletterhalle ist 16 Meter hoch. Neben den Kletterwänden werden dort ein Bistro, Sanitäranlagen und Schulungsräume untergebracht. Herzstück sind die 16 Meter hohen Innenwände, die auf 1000 Quadratmetern Kletterfläche Routen in allen Schwierigkeitsgraden bieten. Neben der Seilkletteranlage gibt es einen Boulderraum und zwei Außenwände. Insgesamt stehen den Besuchern so 1900 Quadratmeter Kletterfläche zur Verfügung. Mit Ausnahme der Spezialfirma für den Kletterwandbau kommen alle beteiligten Firmen aus der Region.

Die Halle wird behindertengerecht, so dass auch Rollstuhlfahrer und Behinderte zum Klettern gehen können. "Wir haben auch schon Kontakt aufgenommen zu Behindertengruppen, denen wir hier über Sponsoren das Klettern anbieten wollen", erklärte Karsten Rehbein, 1. Vorsitzender des Mühldorfer Alpenvereins. Erste Kooperationen mit Unterstützern und Einrichtungen hat der Verein bereits auf den Weg gebracht. Vormittags solle die Halle, die unmittelbar neben dem Schulzentrum gebaut wird, zudem den Schülern offen stehen, so Rehbein. Daneben steht das Kletterzentrum auch allen weiteren interessierten Bürgern offen.

Das kostet das Bauprojekt:

Die Bausumme beläuft sich auf gut 1,5 Millionen Euro. Den größten Teil finanziert der Alpenverein Mühldorf selbst. Daneben unterstützen zahlreiche Sponsoren und die Stadt Waldkraiburg das Projekt. Das Vorhaben wird seit Januar 2013 von einem neunköpfigen Team von Ehrenamtlichen organisiert. Sie alle arbeiten unentgeltlich.

Das erhofft sich der Alpenverein Mühldorf:

Der rund 2000 Mitglieder große Alpenverein Mühldorf möchte mit dem Kletterzentrum eine Lücke im Breitensportangebot in der Region schließen. Hallenklettern habe sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Breitensport entwickelt, so Markus Honervogt, Jugendreferent beim Mühldorfer Alpenverein. "Der Landkreis Mühldorf ist in dieser Sache einfach ein weißer Fleck. Die nächsten Hallen sind fast 70 Kilometer entfernt - in Rosenheim, in Landshut, eine kleine gibt's in Burghausen oder in Simbach." Um diesem weißen Fleck ein Ende zu bereiten, wurde der Alpenverein selbst aktiv und entschloss sich, eine Kletterhalle im Landkreis zu bauen.

Hier wird die neue Kletterhalle gebaut

Auch für ihre Jugendarbeit erhofft sich die Mühldorfer DAV-Sektion eine Schub. "Wir haben nahezu 300 Kinder im Verein. Davon sind fast 100 aktiv", erläuterte Honervogt. Diesen Kinder fehle einfach die Möglichkeit vernünftig zu trainieren, sich auszutoben, Gruppen zu bilden. "Und da hoffen wir, dass wir mit dem Kletterzentrum den entscheidenden Schritt tun, um das nochmal auf ganz neue Beine zu stellen und den Zuspruch noch zu erhöhen", so Honervogt.

bla/redis24

Quelle: innsalzach24.de

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