Grundsicherung: Situation leicht verbessert

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Alt und Jung, männlich und weiblich: Diese Grafik zeigt, wie viele Menschen beim Bestreiten ihres Lebensunterhaltes auf Grundsicherung angewiesen sind.

Rosenheim - Leben am Rande des Existenzminimums: Wie das Landesamt für Statistik jetzt mitteilte, waren 2009 weniger Menschen auf Grundsicherung angewiesen als im Jahr zuvor.

Leben am Rande des Existenzminimums: Weil ihre Rente nicht zum Leben reicht oder weil sie dauerhaft voll erwerbsunfähig sind, waren in der Stadt Rosenheim Ende 2009 insgesamt 585 Männer und Frauen auf Sozialhilfeleistungen der Grundsicherung angewiesen. Das waren laut den Zahlen des Landesamtes für Statistik 83 Menschen weniger als ein Jahr zuvor.

Rund 359 Euro pro Monat umfasst das Existenzminimum momentan für Alleinstehende - zuzüglich Wohngeld und anderen Zuschlägen, die beantragt werden können. Das sind umgerechnet knapp zwölf Euro pro Tag für Lebensmittel, Strom, Telefon, Haushaltswaren, Reinigungsmittel, Kleidung, Schuhe und Zeitungen. Alle fünf Jahre wird das Existenzminimum aus der Verbrauchsstatistik errechnet.

Zu den Armen im Land zählen neben den Hartz-IV-Empfängern auch Rentnerinnen und Rentner, deren Rente unter dem Sozialhilfesatz liegt, zudem alle 18- bis 65-Jährigen, die dauerhaft voll erwerbsunfähig sind, also aus medizinischen Gründen auf Dauer nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden pro Tag zu arbeiten.

In der Stadt Rosenheim sank entgegen der landesweiten Entwicklung die Empfängerzahl um 12,4 Prozent. Wie in den meisten anderen Stadt- und Landkreisen war die Mehrzahl der Grundsicherungsempfänger im Rentenalter - insgesamt 375 Männer und Frauen. 210 Menschen zwischen 18 bis 64 Jahren erhielten in Rosenheim Sozialleistung, weil sie voll erwerbsgemindert waren. Ihre Zahl hat sich damit um 17 Prozent verringert.

Altersarmut ist nach wie vor überwiegend weiblich. 253 von allen 375 über 65-jährigen Empfängern in der Stadt waren Frauen (67,5 Prozent). Unter den voll erwerbsgeminderten Empfängern überwiegen dagegen die Männer; in Rosenheim waren Ende 2009 insgesamt 104 Männer im Alter zwischen 18 bis 64 Jahren auf Unterstützung angewiesen, das entsprach 17,8 Prozent aller 585 Empfänger.

zds/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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