Jetzt sind wir im Sommerloch!

"Bertha" machte dem Hochsommer den Garaus

+
Satbild von Montagmorgen: Ex-Hurrikan Bertha mit seiner umfangreichen Wolkenschleppe

Landkreis - War's das etwa schon mit dem Hochsommer? Glaubt man den aktuellen Wettertrends, dann ja! "Bertha" hat die warme Luft über Europa weggeblasen und läutet den Spätsommer ein.

Wie erwartet wurde der Hochsommer am vergangenen Wochenende durch den Ex-Hurrikan Bertha abgeschaltet. „Diese Woche wird es im ganzen Land spürbar kühler als in den letzten Wochen. Die schwüle Luft ist aus dem ganzen Land vertrieben und die 30-Grad-Marke werden wir so schnell nicht wieder überschreiten“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Ex-Hurrikan Bertha kann als eine echte Rarität bezeichnet werden. Am Montagmorgen lag Bertha mit ihrem Zentrum vor der schottischen Küste. Ihr Wolkenband reicht bis nach Polen, Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Druck im Zentrum des Ex-Hurrikans beträgt derzeit 979 Hektopascal. Für Anfang bzw. Mitte August ist ein solch ausgeprägtes Sturmtief in Mitteleuropa eine echte Rarität.

Besonders ruppig geht es wie letzte Woche angekündigt auf der Nordsee zu. Vor der Küste Norwegens wurde gestern Spitzenböen bis 155 km/h gemessen. In Großbritannien wurden in höheren Lagen Orkanböen bis 159 km/h gemessen.

Sturm und Gewitter auch über Deutschland

Auch in Deutschland gab es teilweise schwere Sturmschäden. In der Pfalz wurden Orkanböen bis 122 km/h gemessen. Im Taunus (Hessen) deckte der Sturm die Dächer von mehr als 50 Häusern ab. „Hier hat sich sehr wahrscheinlich sogar ein Tornado gebildet. Zumindest gehen wir nach einer ersten Schadenbesichtigung davon aus“, so Wetterexperte Jung.

Am Sonntagabend haben die Gewitterfronten, ausgelöst durch den Ex-Hurrikan Bertha, Deutschland von West nach Ost überquert. Dabei gab es lokale Unwetter mit Starkregen, Hagel und den besagten heftigen Winden.

Auch an der Nordsee gab es Sturm. Auf Sylt wurden Sturmböen bis 72 km/h gemessen, in St. Peter-Ording waren es rund 80 km/h. Gerade in der sommerlichen Hauptreisezeit kann solche eine Wetterlage für die Küstenurlauber sehr gefährlich werden. Es herrscht ein hoher Wellengang. Auf der offenen See können kleinere Boote und Yachten schnell in Schwierigkeiten geraten.

Hochsommer vorbei: Jetzt kommt das Sommerloch!

Schon letzte Woche hatte wetter.net vom sogenannten Sommerloch berichtet. Nun ist es soweit: Der Ex-Hurrikan hat die Großwetterlage völlig durcheinander gebracht. Das schwüle Tropenwetter wurde aus Deutschland weggeblasen. Am Samstag und Sonntag wurden lokal nochmal bis zu 31 Grad gemessen. Solch hohen Werte werden in der kommenden Woche nicht mehr erwartet. Nachts kann es sogar einstellige Temperaturen geben, d.h. wir können endlich mal wieder kräftig durchlüften. Es heißt aber auch: der Hochsommer ist nun vorbei und wir gehen schon in den Spätsommer über. Am kommenden Wochenende werden vielfach nicht einmal mehr als 20 Grad erreicht.

Hier die Wetterentwicklung für Deutschland:

Dienstag: 20 bis 24 Grad, vielfach freundlich und kaum Schauer

Mittwoch: 17 bis 26 Grad, aus Süden aufziehender Regen, im Osten zunächst freundlich

Donnerstag: 16 bis 22 Grad, immer wieder Regen oder Schauer

Freitag: 17 bis 24 Grad, Sonne, Wolken und Schauer im Wechsel

Samstag: 15 bis 23 Grad, immer wieder Regenschauer, dazwischen auch mal Sonnenschein

Sonntag: 18 bis 22 Grad, zeitweise Sonnenschein, aber stellenweise auch Schauer

Montag: 20 bis 25 Grad, im Nordwesten Regenwolken, sonst Sonne und Wolken im Wechsel

Ist noch einmal Badewetter in Sicht?

Die nächsten sieben Tage ist kein Badewetter in Sicht. Besonders an den zuletzt so sonnenverwöhnten Küsten von Nord- und Ostsee wird es nun immer wieder recht windig sein. Zudem gibt es dort Schauer und die Temperaturen erinnern eher an Herbst als an Sommer. Im letzten Augustdrittel könnte es immer wieder mal einzelne Tage mit Höchstwerte bis 27 oder 28 Grad geben. Spitzenwerte von über 30 Grad sind für den gesamten August derzeit allerdings nicht mehr in Sicht. „Der Hochsommer 2014 ist dank Ex-Hurrikan Bertha scheinbar zu Ende“, kommentiert Diplom-Meteorologe Jung die aktuellen Wettertrends.

Quelle:

www.wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser