Das Wiesn-Blaulicht vom Dienstag

Rosenheim - Eigentlich war der Dienstag für die Wiesnwache ein relativ ruhiger Tag. Wäre da nicht ein Betrunkener gewesen, der drohte, die Beamten "abzustechen".

Trotz des spätsommerlichen Wetters hielt sich der Besucheransturm auf die Jubiläumswiesn am Dienstag in Grenzen. Und das spürten auch die „Schandis“ auf der Wiesnwache, die nicht allzu viel Arbeit hatten.

Dennoch schlugen auch gestern wieder ein paar Besucher über die Stränge. Allen voran ein 51-jähriger Rosenheimer, der bereits um 20.30 Uhr stark alkoholisiert im Festzelt herumpöbelte und den Anweisungen des Sicherheitspersonals nicht folgte. Als die Streife der Wiesnwache hinzugerufen wurde, bedrohte einen Beamten damit, ihn „abzustechen“. Neben weiteren Drohungen beleidigte er den Polizisten auch noch, wofür er neben einer Strafanzeige natürlich noch ein Wiesnverbot erhielt.

Unvernünftiger weise fuhr ein anderer 51-Jähriger nach dem Wiesnbesuch noch stark betrunken mit dem Fahrrad nach Hause. Im Rosenheimer Ortsteil Westerndorf St. Peter fiel er einer Streifenwagenbesatzung auf, weil er in Schlangenlinien fuhr. Ein Alkotest ergab einen Wert von etwa 2,5 Promille, was für den Mann nun ein Ermittlungsverfahren wegen der Trunkenheitsfahrt bedeutet.

Bei einer Jugendschutzkontrolle fiel an einem Fahrgeschäft um 22.00 Uhr ein junges Mädchen auf, das rauchte und darüber hinaus auch einen alkoholisierten Eindruck machte. Die Überprüfung ergab, dass es sich um eine 14-Jährige aus dem Landkreis Rosenheim handelte und beim folgenden Alkotest den erschreckend hohen Wert von mehr als 1,6 Promille zustande brachte! Sie wurde zur Wache mitgenommen, wo sie später vom Vater abgeholt wurde. Über den Vorfall wird ein Bericht ans Jugendamt erfolgen.

„Wir möchten die Herbstfestbesucher, welche mit ihrem Pkw kommen, nochmals bitten, ihre Fahrzeuge nicht verbotswidrig zu parken. Bist gestern mussten bereits 53 Fahrzeuge abgeschleppt werden, die vor allem in Feuerwehranfahrtszonen oder auf Behindertenparkplätzen standen. Das sind jetzt bereits etwa doppelt so viele, wie im vergangenen Jahr während der gesamten Herbstfestzeit. Bitte stellen Sie Ihre Fahrzeuge ordnungsgemäß ab oder nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, um auf die Loretowiese zu kommen. Sie ersparen sich damit Unannehmlichkeiten und vor allem das fällige Verwarnungsgeld und die Abschleppkosten!“

Pressebericht Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Reisner/Polizei

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