Das Wiesn-Blaulicht vom Montag

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Rosenheim - Am "Maurer-Montag" blieb es tagsüber verhältnismäßig ruhig. Erst abends mussten die Beamten dann  öfter eingreifen:

So pöbelte gegen 22.30 Uhr ein 29-jähriger Österreicher in einem Bierzelt andere Gäste an, woraufhin dem Mann ein Wiesnverbot ausgesprochen wurde. Der verließ dann zwar zunächst das Festgelände, legte sich aber gleich in der Kaiserstrasse wieder mit einem Ordner an, woraufhin er in Gewahrsam genommen wurde. Auf dem Weg zur Wache der Polizeiinspektion um die Ecke beleidigte er immer wieder auf das Übelste die beiden Polizeibeamten und trat auch noch einen der beiden mit dem Fuß. Der 28-jährige Polizist wurde dabei glücklicherweise nicht verletzt. Gegen den Randalierer wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstandes gegen die Polizeibeamten eingeleitet.

Zu seinem eigenen Schutz wurde ein 44-Jähriger in Gewahrsam genommen. Der Mann war im Laufe des Abends von mehreren Streifenwagenbesatzungen angehalten worden, weil er abseits der Loretowiese immer wieder betrunken auf der Straße ging und dabei sich selbst und andere gefährdete. Trotz der wiederholten Aufforderungen, den Gehweg zu benutzen, spazierte er um kurz nach 2 Uhr wieder auf der Fahrbahn der Innstrasse entlang und zeigte sich vollkommen uneinsichtig. Weil er in der Region keinen Wohnsitz hat, sondern in Österreich wohnt, verbrachte er die Nacht in einer Haftzelle.

Insgesamt acht mal wurde gestern gegen Stänkerer, Randalierer oder Schläger ein Wiesnverbot verhängt.

Ein Australier verbrachte die Nacht in der Haftzelle, weil er im Rausch zwei junge Frauen auf ordinäre Art und Weise beleidigte. Der 36 Jahre alte Mann musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

Mit dem Ausweis ihrer 16 Jahre alten Freundin versuchte ein 15-jähriges Mädchen gegen 21.10 Uhr in ein Bierzelt zu gelangen. Weil das aber den aufmerksamen Ordnern bei der Kontrolle auffiel, bekam die junge Frau eine Anzeige wegen des Missbrauchs von Ausweispapieren. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen sich nämlich in den Bierzelten nur in Begleitung von Erziehungsberechtigten oder Personensorgeberechtigten aufhalten.

„Bei der Anzahl der Gesamtstraftaten auf dem Herbstfestgelände liegen wir derzeit in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Die schweren Delikte, wie Maßkrugschlägereien zum Beispiel, gingen erfreulicherweise sogar zurück“, so Einsatzleiter Rudolf Morawek. „Das liegt zum einen an den Kontrollen der Ordnungskräfte in den Schankbetrieben, die eine Mitnahme der Krüge aus den Betrieben verhindern. Und zum anderen am konsequenten Einschreiten der Polizeikräfte, die versuchen, Streitigkeiten und Auseinandersetzungen schon im Ansatz zu verhindern. Deshalb wurden in diesem Jahr auch schon deutlich mehr Wiesnverbote verhängt als in den vergangenen Jahren. Für uns ist nach Wiesnschluss auf dem Festgelände aber noch lange nicht Feierabend. Denn viele angetrunkene Besucher zieht es danach noch in die Gaststätten und Lokale der Stadt und dort kommt es dann häufig zu weiteren Einsätzen.“

Pressebericht Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Reisner/Polizei

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