Das Wiesn-Blaulicht vom Wochenende

Rosenheim - Hochgradig arbeitsintensiv war das letzte Wiesn-Wochenende für die Polizei. Besonders negativ trat dabei vor allem ein 15-jähriger Bursche in Erscheinung.

Es wurde das erwartet arbeitsreiche Wiesnwochenende für die Rosenheimer Polizei. Bei hohem Besucheraufkommen und beinahe so hohem Alkoholpegel vieler Besucher, bekamen neben den Rettungsdiensten und den Mitarbeitern der Sicherheitsdienste auch die Beamten der Wiesnwache alle Hände voll zu tun.

Maßkrug auf Sicherheitsdienst geschleudert

Leider kam es an den vergangenen beiden Tagen zu zahlreichen Körperverletzungsdelikten. So schlug ein 26-jähriger Kolbermoorer am Freitag gegen 21.30 Uhr in einem Bierzelt einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes einen Maßkrug ins Gesicht. Der revanchierte sich mit einem Faustschlag. Gegen beide wurde eine Strafanzeige erstattet.

15-Jähriger fällt besonders negativ auf

Ein 15-jähriger (!) Bursche fiel am Samstag um kurz vor 4.00 Uhr morgens besonders negativ auf, als er unweit des Festgeländes aus einer Gruppe heraus einen 27 Jahre alten Rosenheimer mit einem Knieschlag gegen den Kopf verletzte. Bei der Personalienfeststellung leistete er den Polizisten gegenüber Widerstand, so dass er sogar gefesselt zur Wache gebracht werden musste. Auf dem Weg dorthin beleidigte er die Beamten und versuchte auch noch, einen davon mit einem Kopfstoss zu verletzen. Bis ihn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seine Mutter dort abholen konnte, setzte er seine Beleidigungstiraden fort. Ihn erwarten demzufolge Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungsdelikten, Widerstands gegen die Polizeibeamten und Beleidigung.

"Vier gegen Vier" endet mit acht Wiesnverboten

Bei einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe von vier Südtirolern und einer gleich starken Gruppe aus dem Berchtesgadener Land, kam es am Samstag gegen 18.00 Uhr auch zu Tätlichkeiten und Beleidigungen. Weil sich die Beteiligten beider Gruppen gegenseitig beschuldigten, bedarf es in dieser Sache noch weiterer Abklärungen. Alle acht bekamen dazu ein Wiesnverbot.

Auch Frauen benahmen sich daneben

Dass sich bisweilen auch junge Damen danebenbenehmen, erlebte die Wiesnwache am Freitag gegen 22.30 Uhr, als es zu einer Auseinandersetzung zweier 18-Jähriger gekommen war. Eine Bad Endorferin hatte dabei ihre Bernauer Kontrahentin gebissen und verletzt.

Noch deutlich rabiater war eine bislang unbekannte junge Frau, als sie einem 27-Jährigen in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei einer Rangelei vor einer Gaststätte in der Innenstadt mehrmals eine Glasflasche gegen den Kopf schlug. Der Rosenheimer kam mit einem Nasenbeinbruch ins Krankenhaus.

Maßkrug-Diebe am Bahnhof geschnappt

Am Bahnhofvorplatz wurden am Freitag gegen Mitternacht zwei junge Burschen mit gestohlenen Maßkrügen kontrolliert. Die Bierkrüge wurden sichergestellt und die 17 und 18 Jahre alten Burschen angezeigt. Genauso erging es einem 34-jährigen Priener, der am Samstag auf dem Heimweg mit einem entwendeten Maßkrug angetroffen wurde.

Zwei 15-Jährige aus dem südlichen Rosenheimer Landkreis wurden am Samstag bei einem Fahrgeschäft kontrolliert. Wie sich herausstellte, hatte einer der beiden zu Hause seinem Vater die Bankkarte aus dem Geldbeutel entnommen und damit Geld am Auszahlungsautomaten abgehoben, um den anschließenden Herbstfestbesuch zu finanzieren. Inwieweit der Spezl in die Sache eingeweiht war, werden weitere Ermittlungen in dieser Strafsache klären müssen.

Wiesn-Aus für pöbelnden "Staatsanwalt"

Wegen Amtsanmaßung muss sich demnächst ein 31-jähriger Frasdorfer verantworten. Er hatte am Freitagabend im Bierzelt stark alkoholisiert andere Gäste angepöbelt und war sehr aggressiv gegenüber den einschreitenden Ordnern. Er gab sich dabei fälschlicherweise als Staatsanwalt aus, schubste einen der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und wollte diesen sogar kontrollieren. Natürlich wurde gegen ihn auch noch ein Wiesnverbot verhängt.

Kassenkraft unterschlägt Einnahmen

Dem Betreiber eines gastronomischen Betriebes auf dem Herbstfest waren schon seit Wiesnbeginn Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung der Kassenbestände aufgefallen, weshalb diese in den letzten Tagen überwacht worden war. Und dabei konnte festgestellt werden, dass die angestellte Kassenkraft immer wieder Bargeldbeträge an sich genommen und eingesteckt hatte. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass die 27-jährige Frau im Verlauf der letzten beiden Wochen einen ganz erheblichen Bargeldbetrag auf diese Art und Weise unterschlagen hatte. Das gesamte Bargeld konnte sichergestellt werden.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Reisner/dpa

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