Wiesn: Weniger Beschwerden trotz Parkplatzärger

Rosenheim - In diesem Jahr gibt es zum Herbstfest deutlich weniger Anwohner-Beschwerden als die Jahre zuvor. Doch gerade die Parkplatzregelung sorgt weiter für Diskussionen.

Zwar werden in diesem Jahr die Einfahrten weniger zugeparkt. Und es gebe sogar positive Rückmeldungen der Anwohner, dass gerade die Schilder "nur für Anwohner" Wirkung bei den Herbstfest-Besuchern zeigen, meint Rudolf Morawek, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Rosenheim. Allerdings sind auch die Polizeibeamten gerade unter der Woche verstärkt unterwegs.

Parkplatzärger: Teil der Anwohner mit Unterstützung der Stadt nicht zufrieden

Auf Druck der Anlieger hat die Stadt für die Herbstfestzeit in diesem Jahr auch neue Parkplatzregelungen getroffen. Doch nicht jeder ist mit den Änderungen einverstanden.

"Ein unnötiger Verwaltungsaufwand", meint Josef Maria Thaler, der in der Straße "Am Neubau" wohnt - nur wenige Meter von der Loretowiese entfernt. Bisher war die kleine Sackgasse lediglich für Anlieger frei. "Das hat immer gut geklappt", sagt Thaler.

Für die Wiesntage hat die Stadt nun Schilder aufgestellt, die das Parken auf beiden Seiten der Straße verbieten. Parken dürfen jetzt nur noch Bewohner mit Parkausweis - dieser kostet 10,20 Euro für die 17 Tage. Der Rosenheimer spricht von "Überbürokratisierung": Er beklagt die Kosten für den Ausweis und für die Verkehrsschilder, da beides in seinen Augen unnötig ist. Weiter dürften keine Besucher der Bewohner in der Straße parken. "Zwei Drittel der Anwohner sind meiner Meinung", erklärt Thaler. Eine Einschätzung, die Manfred Orgler, Leiter des Amts für Verkehrswesen, nicht teilt: "Im Vorfeld haben zwar einige Personen Bedenken geäußert, mittlerweile wird die Regelung aber von der Mehrheit begrüßt." Der Parkausweis sei nötig, um Falschparker zu identifizieren.

Vier Tage dauert die Wiesn noch, dann kommen die Schilder wieder weg. Ob sich der Streit nächstes Jahr wiederholen könnte, ist laut Orgler noch unklar: "Ob die Regelung künftig wieder eingerichtet wird, zeigt sich erst in der Nachbetrachtung dieser Wiesn."

Radio Charivari/rfe/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa, red

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