Wiesn-Ordner schlägt Frau ­ Masskrug ins Gesicht - das Urteil

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Sascha W. saß seit September in Untersuchungshaft

München - Corinna H. (26) hatte es gewagt, einen Wiesn-Ordner am Ärmel zu zupfen. Sie wollte ihm nur etwas sagen, doch Sascha W. (23) schlug gleich erbarmungslos zu. Jetzt wurde der Mann verurteilt.

Sascha W. donnerte ihr ihren Masskrug gegen den Schädel. Blut rann aus einer Platzwunde über ihr Gesicht. Der Ordner setzte nach, stieß die Frau zu Boden, mitten in die Scherben! Vor dem Schöffengericht gab sich der achtfach vorbestrafte Schläger am Montag kleinlaut: „Ich war überfordert.“

Corinna H. leidet noch immer unter den Folgen der grundlosen Attacke: „Ich habe oft Kopfschmerzen“.

Der erste Wiesn-Samstag (19. September 2010) neigte sich dem Ende zu. Die Ordner im Hackerzelt forderten die Gäste auf, auszutrinken und zu gehen. Corinnas Freund schoben sie Richtung Ausgang, sie ging hinterher. „Ich wollte einem der Ordner nur sagen, dass mein Freund eine Schulter-Operation hinter sich hat und sie vorsichtig sein sollen“, berichtete die Fischverkäuferin im Zeugenstand. „Aber er hat mich gleich in Schwitzkasten genommen, dann gab es einen dumpfen Schlag.“ Sascha W. donnerte den Bierkrug voll gegen ihr Gesicht!

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„Ich wollte ihr den Masskrug nur aus der Hand schlagen“, rechtfertigte sich der Angeklagte. „Ich habe sie in der oberen Gesichtshälfte getroffen.“ Er stieß sie brutal zu Boden. „Es kann sein, dass sie in die Scherben gefallen ist“, sagt der Angeklagte. Das Opfer erlitt eine stark blutende Platzwunde an ihrer Stirn und eine tiefe Schnittwunde am Oberschenkel, die im Krankenhaus genäht werden mussten.

Corinna H.: „Ein Mann hat mich aus der Menschenmenge rausgezogen. Seine Lederhose war voller Blut.“ Schläger Sascha W., der seit der Tat in Stadelheim sitzt, gab sich vor Gericht reumütig. Er entschuldigte sich bei Corinna und zahlt ihr 2.500 Euro Schmerzensgeld, die er von seinen Eltern gepumpt hat. Das Gericht ließ Angeklagten deshalb frei: zwei Jahre auf Bewährung! Als Ordner will er nicht mehr arbeiten, versprach er.

E. Unfried

Quelle: Oktoberfest live

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