Wies'n-Splitter: Ärger mit den Bedienungen

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Hielt für die Volksfestgemeinde einen Gottesdienst im Bierzelt ab: Schaustellerseelsorger Martin Fuchs.

Waldkraiburg - An einigen Bedienungen im Festzelt scheiden sich die Geister. Immer wieder gehen bei den Nachrichten Beschwerden über schlechten Service und unfreundliches Verhalten ein.

Auch Stefanie Kulot kann sich an Ärger mit einer Bedienung erinnern. Doch die Waldkraiburgerin freut sich vor allem über ein rundum positives Erlebnis: den Tag für Menschen mit Behinderung, den sie heuer erstmals mit ihrem pflegebedürftigen Mann im Rollstuhl und ihrer Familie besuchte. Auf dem ganzen Festplatz habe sie eine solche Freundlichkeit erlebt, erzählt Kulot, die der Stadt ein dickes Lob für diesen Tag spendet. "Das gibt's nicht überall!" Bis hin zur Behindertentoilette, die sauber und geräumig sei, habe alles gepasst.

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Graf Ignaz beim Promischießen. Der Jäger traf auch auf dem Volksfest ins Schwarze und belegte Platz vier.

"Volksfest ist Kulturgut", sagt der Zirkus- und Schaustellerseelsorger Martin Fuchs, der gestern Vormittag erstmals im Waldkraiburger Bierzelt einen Gottesdienst für die Schausteller abhielt, denn der gehöre auch auf einer Wiesn dazu. "Gott gibt Euch die Gabe, den Menschen Freude zu schenken", so der Geistliche. Bei der Segnung erbat er gedeihliches Wetter. Gott möge Blitz und Hagel fernhalten.

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Bürgermeister Klika überreichte dem Seelsorger zum Dank das Stadtbuch sowie den Waldkraiburger Regenschirm, der sich auf Knopfdruck öffnet. Augenzwinkernd sagt er zu Pfarrer Fuchs: "Hoffentlich sind Sie nicht abergläubisch, denn man soll ja in geschlossenen Räumen keinen Schirm aufspannen." Zum Glück hat die Segnung zuvor statt gefunden.

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Fünfeinhalb Wochen dauere das Volksfest eigentlich - mit Vor- und Nachbereitung, sagte Pfarrer Fuchs in der Predigt. "Für mich dauert's a bissl länger", meinte Volksfestbürgermeister Norbert Meindl anschließend bei der Volksfestbesprechung mit Weißwurstfrühstück, denn schon im November seien die Verträge für 2012 unter Dach und Fach. Und für die Schausteller dauert die Wiesn noch länger - nämlich das ganze Jahr.

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Norbert Meindl kann nicht nur Volksfeste organisieren. Der Mann kann auch schießen. Beim Promi-Zielwettbewerb am gestrigen Nachmittag schaffte er es gegen hochkarätige Konkurrenz, darunter die Waldkraiburger Polizeichefs Georg Marchner und Markus Steinmaßl, bis ins zweite Stechen. Erst dann setzte sich Alex Burian vom Roten Kreuz durch.

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Weit vorne landete auch Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach bei seiner Premiere. Dabei hatte der Bürgermeister Rudi Stey, an dessen Schießstand der Wettbewerb heuer ausgetragen wurde, vorher genau instruiert: "Für mich das präparierte Gewehr, das mit dem verbogenen Lauf für den Herrn Grafen."

re/Waldkraiburger Nachrichten

Quelle: Waldkraiburger Volksfest

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