Die Wiesn-Streiflichter vom Mittwoch

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Rosenheim - Viele lustige Geschichten spielten sich auch am Mittwoch wieder auf dem Rosenheimer Herbstfest ab. Wir haben alle Streiflichter für Sie zusammengestellt.

Skandal: "Wasser" in der Mass!

Erbost wandte sich eine Wiesnbesucherin an das Herbstfestbüro des Wirtschaftlichen Verbandes.

Sie müsse etwas melden, sagte sie. "Die schenken den Masskrug halbvoll mit Wasser", so die heiße Meldung. Claudia Woborschil (Bild) klärte die Dame auf: Das sei Zitronenlimo, die zusammen mit dem Bier als "Radler" verkauft wird, erklärte sie korrekt. Damit wollte sich die misstrauische Frau nicht zufrieden geben: "Das Wasser kommt aber doch aus einem Schlauch!" Auch dafür wusste die WV-Mitarbeiterin eine Erklärung: "Die Limo kommt vom Fass. Bei der Anzahl von Radlermassn wäre das sicher nicht mit Flaschenlimo zu bewältigen." Aufklärung ist eben alles!

Sterne-Sommelier in Bierbichler-Residenz

Von einem hochrangigen Fachmann bekam die Familie Bierbichler ein großes Lob für ihr neues Wiesn-Restaurant.

Sommelier Fabrice Kieffer von Heinz Winklers Drei-Sterne-"Residenz" in Aschau, befandQualität und auch die Präsentation der Speisen sowie das Ambiente als "absolute Bereicherung" des Herbstfestes. Der Elsässer Kieffer, seit Jahren Wiesn-Fan, erschien samt Sohn Mathieu korrekt in Tracht auf der Wiesn und begrüßte Christl Bierbichler und ihren Neffen Tommy Sandali, der ebenso im neuen Betrieb tätig ist wie auch Fabian Schneikart, Caterer aus Aschau, der sich als "Manager für Anlaufschwierigkeiten" bewährte.

Flötzinger-Bräu ehrte langjährige Mitarbeiter

Im Flötzinger-Festzelt ehrte jetzt die Familie Steegmüller ihre langjährigen Mitarbeiter der Flötzinger-Brauerei auf dem Herbstfest.

Das Bild zeigt stehend von links Zeltmeister Wolfgang Dichtl, Franz und Martha Steegmüller, Leonhard Halmanseger, 55 Jahre Musiker bei der "Dreder Musi", Anton Forstmair, 20 Jahre Musiker, Norbert Schrank, 25 Jahre, Schankkellner, Gerda Heinzel, 20 Jahre Bedienung, Hans Diener, 30 Jahre Bierfahrer, Jutta Zollner, 20 Jahre Bedienung, Marisa Steegmüller und Prokurist Andreas Pyhrr. Sitzend sind abgebildet von links Margit Forstmair, 25 Jahre Musikerin, Renate Wagner, 20 Jahre Zeichenfrau, Irmgard Reiprich, 20 Jahre Bedienung, Irmengard Gigelberger, 25 Jahre Bedienung, und Waltraud Weichselbaumer, 20 Jahre Bedienung.

Walter Schatt gab wieder den Takt vor

Bei der "Mitarbeiterwiesn" der Thansauer Firma Schattdecor ist es jedes Jahr Pflicht für den Firmengründer WalterSchatt, von Dirigent Karl Beinhofer den Stab zu übernehmen und die Blaskapelle Großkarolinenfeld zu dirigieren. Der Einladung des Unternehmers, der die Geschäftsleitung vor einigen Jahren abgegeben hat, folgten wieder einmal mehr als 250 Mitarbeiter. Der Wiesnigel Ignaz schaute Walter Schatt genau zu und meinte dann: "Auch bei der Stabübergabe machte er eine gute Figur..."

Helle Freude über Dunkel

Zum 60. Geburtstag überraschte Wilhelm Hermann seine Frau Marietta mit einem Wiesnbesuch. Natürlich hatte der frühere Auerbräu-Direktor nicht einfach zu einem Wiesntisch eingeladen, sondern legte ihr vom äußeren Balkon der Festhalle mit dem Blick auf die Wiesn den Festtag zu Füßen. Beide stießen mit dem dunklen Auer-Wiesnmärzen an, das nur mittags ausgeschenkt wird. "Vielleicht kommt es mal als ,Marietta-Hermann-Dunkel' auf den Markt", witzelte der Wiesnigel beim Gratulatieren.

Daurers westfälische Waffenbrüder

"Diesmal war ich an der Reihe, den Ausflug zu organisieren, da war klar: Wir fahren nach Rosenheim zum Herbstfest", verriet Franz Brockmann von "Alljagd", einer Vereinigung von Waffenhändlern. Brockmann und Co. kamen aus dem 600 Kilometer entfernten Lippstadt und nahmen natürlich ihren Rosenheimer Branchenkollegen Anton Daurer mit aufs Herbstfest. Die Westfalen, von der Wiesnatmosphäre begeistert, wurden vom polyglotten Wiesnigel mit einem Trinkspruch aus ihrer Nachbarstadt überrascht: "In Soest sagt man Prost!"

"Königliches" Lob für "Trachtler-Hoibe"

Seit einem Jahr gibt es die "Trachtler-Hoibe" der Flötzinger Brauerei.

Das bernsteinfarbene Exportbier ist mit einem entsprechenden Etikett versehen - aus Verbundenheit der Brauerei-Familie Steegmüller mit der heimischen Brauchtumspflege. Von jedem verkauften Träger kommen 50 Cent der Nachwuchsförderung der Trachtler im Verbreitungsgebiet der Brauerei zugute. Lob von höchster Stelle gab es vom "Kini" in Person von Double Michael Posawec. "König Ludwig II. war es, der die Gründung der ersten Trachtenvereine in Bayern genehmigte", so Posawec zu Marisa Steegmüller. Die "Trachtler-Hoibe" gibt es zwar nicht auf der Wiesn, dafür aber in Getränkemärkten und Gaststätten.

Stamm im Baumstamm

Vor einer Podiumsdiskussion zur Situation von Flüchtlingen in Deutschland besuchte die Sozialpolitikerin Claudia Stamm den Stammtisch der Grünen auf der Wiesn.

Den Vorschlag des Wiesnigels Ignaz, die Grüne aus Ottobrunn in einem Baumstamm des "Piraten-Flusses" derFamilie Heitmann-Schneider zu fotografieren, stieß bei ihr nicht gerade auf Begeisterung wegen der voraussichtlichen Dusche. "Eigentlich gehe ich aber gerne auf Fahrgeschäfte", gab sie sich einen Ruck und enterte mit Grünen-Stadtrat Karl-Heinz Brauner und Kreisrat Leonhard Hinterholzer das Gefährt. Als "Schutzhelm" gab ihr Hinterholzer seinen Trachtenhut. Wie zu erwarten, bekamen alle ein paar kräftige Spritzer ab, worauf der Wiesnigel vorschlug, den "Wellenflug" der Familie Birkeneder als Trockenschleuder zu nutzen. Siehe da - die Jeans von Stamm und die nassen Ärmel von Brauners Hemd waren wieder trocken. "Aufs Kettenkarussell gehe ich ganz gern", bekannte die hochgewachsene gebürtige Würzburgerin und Tochter der Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) bei ihrem ersten Besuch des Herbstfestes: "Hier hat s mir sehr gut gefallen."

Ein Prosit auf echte bayerische und böhmische Blasmusik

Ein Hoch auf die bayerische Gemütlichkeit und ein Prosit auf echte bayerische und böhmische Blasmusik: Zum sechsten Mal war das Flötzinger-Festzelt am Sonntagabend das Mekka von rund 2000 Trachtlern aus der Region.

Der Chef des Inngau-Trachtenverbandes, Walter Weinzierl, und die Flötzinger-Brauerei hatten die Trachtler zu einem Abend mit bodenständiger Blasmusik mit der "Dreder Musi" unter Kapellmeister Roland Merk eingeladen. Die Schuhplattler waren nicht mehr zu halten, als es gegen 21 Uhr hieß: "Auf zur Ambosspolka". Zwischendurch sorgten Goaßlschnalzer aus Au und aus Nußdorf für ebenfalls lautstarke Einlagen. "Des machma im nachsten Johr wieda" - so der einhellige Tenor aller Beteiligten.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: Herbstfest Rosenheim

Rubriklistenbild: © hötzelsperger

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